Feingeist mit Fingerspitzengefühl
Sony STR-DH 800: 450-Euro-Receiver im Test
Sonys Beitrag zur heftig umkämpften AV-Receiver-Klasse um 500 Euro heißt STR-DH 800, kostet 450 Euro und konzentriert sich nicht so sehr auf Ausstattungsfeatures wie Dolby ProLogic 2z oder ein Bildschirmmenü, sondern auf einen luftigen, räumlichen Klang.

Inhaltsverzeichnis
- 1Ausstattung: Guter Durchschnitt
- 2Handhabung: Kein Bildschirmmenü
- 3Ton: Sensibler Brutkasten
- 4Fazit: Der Softie in der 500-Euro-Klasse
Ausstattung: Guter Durchschnitt
Die Ausstattung des STR-DH 800 geht für seine Preisklasse in Ordnung, überragt aber nicht. So vermisst netzwelt beispielsweise den neuen Dolby-Tonmodus ProLogic 2z, über den preiswertere Konkurrenten wie der Denon AVR-1610 oder der Onkyo TX-SR 507 bereits verfügen.

Auf der anderen Seite bietet der Sony die Möglichkeit, gegen einen Aufpreis über ein so genanntes S-AIR-Modul spezielle Sony-Subwoofer und -Surroundlautsprecher per Funk mit Signalen zu beliefern. Seine Buchsenausstattung fällt mit vier HDMI- und drei Komponenten-Eingängen standes- und erwartungsgemäß aus.
Handhabung: Kein Bildschirmmenü
Hier fällt zunächst einmal das nicht vorhandene Bildschirmmenü auf, was die Bedienung des STR-DH 800 nicht gerade einfacher gestaltet – und Spaß macht es auch nicht, sich mit der Fernbedienung durch Menüs auf dem Receiver-Display zu klicken. Hier finden sich nicht einmal erfahrene Heimkinoprofis auf Anhieb zurecht.

Zumindest die Fernbedienung hinterlässt einen anständigen Eindruck: Sie ist ergonomisch gestaltet und sieht auch noch gut aus. Applaus ernten auch die feinstufigen Einstellmöglichkeiten des Sony-Receivers, vor allem die präzisen Justageparameter. So lässt sich beispielsweise die Boxenentfernung auf den Zentimeter genau einstellen. Die Trennfrequenz des Subwoofers lässt sich Zehn-Hertz-Schritten vorwählen – und das sogar getrennt für die Front-, Center- und Surroundlautsprecher.
Die Grundeinstellung gelingt kinderleicht mithilfe der DCAC-Einmessung. Die Automatik prüft, an welchen Kanälen Boxen hängen, und stellt Pegel und Verzögerungszeiten automatisch ein. In der Praxis funktioniert das tadellos, wie der netzwelt-Test zeigt. Besonders beeindruckend fanden die Testredakteure den Extraknopf für die Einmessautomatik auf der Fernbedienung – einfacher geht’s nicht. Zudem dauert das Einmessen nur rund 30 Sekunden, was das Ganze noch komfortabler macht.
