Google kündigt Herausgabe der Street-View-Daten an Datenschützer an

Google: Street-View-Daten werden offengelegt

Bei der Aufnahme neuer Bilder für den Dienst Google Street View haben die Kamerawagen auch Daten offener WLAN-Netze gespeichert. Nach massiven Druck von deutschen Datenschützern gibt Google nun die versehentlich aufgezeichneten Daten heraus.

Datenschützer fanden heraus, dass die Kamerawagen des Google-Diensts Street View neben Fotos auch Daten zu WLAN-Netzen erheben.
Nach massiver Kritik von deutschen Datenschützern gibt Google die Daten der Kamerawagen des Street-View-Dienstes heraus.
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So teilte Google am Samstag mit, dass das Unternehmen die relevanten Daten an Datenschützer in Deutschland, Frankreich und Spanien in Kürze herausgeben werde. Damit kommt das Unternehmen auch den Forderungen der Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner nach.

Die Google-Fahrzeuge zeichnen Fotos von Gebäuden und Straßen auf, um sie zu einer lückenlosen Ansicht für den Dienst Street View zusammenzustellen. Im April 2010 wurde bekannt, dass die Kamerawagen zur Ortsbestimmung WLAN-Netze aus der näheren Umgebung speichern. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar fand außerdem heraus, dass die Fahrzeuge insbesondere bei offenen WLAN-Netzen sensible Daten wie die eindeutige MAC-Adresse der WLAN-Router und die SSID des Netzes speicherten.

Daten zur Prüfung entschlüsselt

Laut Google geschah die Speicherung dieser Daten versehentlich. Da die Festplatten mit den Daten verschlüsselt sind und per Post an die Hauptzentrale in den USA gesendet wird, konnte das Unternehmen sie bislang nicht für eine nähere Prüfung freigeben. Inzwischen scheinen sie aber einen Weg gefunden zu haben.

In vielen Ländern ist Google Street View schon aktiv und zeigt im Kartendienst Google Maps auf vielen Strecken bereits erste Bilder an. In Deutschland sind zwar schon Kamerawagen von Google unterwegs, der Dienst ist aber noch nicht veröffentlicht. Das Unternehmen müsse noch Auflagen zum Datenschutz erfüllen. Laut Verbraucherministerin Aigner haben bereits eine fünfstellige Anzahl deutscher Bürger der Veröffentlichung von Bildern ihrer Häuser im Internet widersprochen.

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