Transparenz ist die beste Verteidigung
Street View: Google händigt Wlan-Daten aus
In den nächsten Tagen will Google die gespeicherten Wlan-Daten aushändigen. Das Unternehmen hatte dies zunächst wegen datenschutzrechtlichen Bedenken verweigert und damit ein Ultimatum des Hamburger Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar verstreichen lassen. Dieser hat inzwischen mit der Überprüfung des Computersystems an Bord eines Street-View Fahrzeugs begonnen.

Inhaltsverzeichnis
- 1"Wir haben versagt."
- 2Interne Ermittlung gegen Entwickler
- 3Überprüfung der Fahrzeuge
Google wird nun doch die im Zuge der Street-View-Aufnahmen unrechtmäßig gesammelten Wlan-Daten aushändigen. Dies solle laut der Financial Times innerhalb der nächsten Tage geschehen. Mit diesem Schritt will Google aktiv dazu beitragen, die begangenen Fehler zu korrigieren. Google-Chef Eric Schmidt versprach Transparenz bei der Aufklärung der Fehler.
"Wir haben versagt."
Er sagte, die entsprechenden Daten werden neben Deutschland auch in Frankreich und in Spanien an die Datenschutzbeauftragen übergeben. Letzte Woche hatte Google ein Ultimatum des Hamburger Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar nur teilweise erfüllt. Das Unternehmen weigerte sich die Festplatten mit den gespeicherten Daten auszuhändigen, weil es befürchtete Daten auszuhändigen, die dem Fernmeldegeheimnis unterliegen. Inzwischen zeigt sich der Suchmaschinenriese kompromissbereit.
Zudem wolle das Unternehmen die Ergebnisse der externen Untersuchung veröffentlichen. Diese zeigt, welche Ausschnitte unverschlüsselter Wlan-Daten aufgezeichnet wurden. Laut Schmidt könne nicht ausgeschlossen werden, dass persönliche Daten wie Details von Bankkonten unter dem aufgezeichneten Material seien. "Wir haben versagt. Das müssen wir ganz klar zugeben", sagte Schmidt. "Wenn man ehrlich zu seinen Fehlern stehe, ist das die beste Verteidigung, dass sie nicht wieder geschehen."
Interne Ermittlung gegen Entwickler
Eine interne Untersuchung überprüfe zudem den gesamten Umgang mit privaten Daten und Codes bei Google. Das Ergebnis wird in den nächsten Monaten erwartet. Zusätzlich werde intern gegen den verantwortlichen Software-Entwickler ermittelt, der ganz klar gegen die Regeln des Unternehmens verstoßen habe.
Durch Transparenz will Schmidt das Vertrauen der Anwender zurückgewinnen. Allerdings will er die Unternehmenskultur nicht ändern, die jedem Mitarbeiter 20 Prozent der Arbeitszeit für eigene Projekte und Kreativität zugesteht. Auch sei er überzeugt, dass die Mission von Google, sämtliche Information der Welt zugänglich zu machen, die richtige sei.
Überprüfung der Fahrzeuge
Inzwischen hat der Hamburger Datenschutzbeauftrage mit der Überprüfung des Computersystems an Bord eines Street-View Fahrzeugs begonnen, das zur Aufzeichnung der Wlan-Daten genutzt wird. Die Überprüfung habe gezeigt, dass zur Wlan-Erfassung sowohl die frei verfügbare Software Kismet als auch ein Google-spezifisches Programm eingesetzt wurden. „Aufgrund der Bedeutung der Angelegenheit halten wir eine lückenlose Aufklärung für unabdingbar", sagte Caspar.
Links zum Thema
- Mitteilung des Hamburger Datenschutzbeauftragten
- Bericht Financial Times
- Google Streetview Einspruch
- Google Streetview Widerspruc

so nun ist schluss mit google. benutze persönlich sowieso nur die suchmaschine. nun werde ich zu bing.de wechseln. ich denke microsoft kann man vertrauen
Zitat: [.......]Auch sei er überzeugt, dass die Mission von Google, sämtliche Information der Welt zugänglich zu machen, die richtige sei. [.......] Und dabei setzen sie...