Online-Shop bietet Schadprogamme ab 95 Dollar an

Sicherheit: Verkaufsportal für Schadprogramme enttarnt

Sicherheit: Verkaufsportal für Schadprogramme enttarnt Neuerdings können Internet-Kriminelle die gewünschten Schadprogramme einfach in einem Shop erwerben. Der Sicherheitssoftware-Hersteller Panda Security hat erneut ein Verkaufsportal enttarnt, das Malware für Interessierte anbietet.

Die für jedermann frei zugängliche Webseite bietet verschiedene Programme für kriminelle Aktivitäten im Internet zu Preisen zwischen 95 und 225 US-Dollar (77 bis 184 Euro) an. Auch das Gesamtpaket kann für 4.500 US-Dollar (3.671 Euro) erworben werden. Der Shop garantiert sogar den Käufern, dass die Schadprogramme nicht von Sicherheitsprogrammen aufgespürt werden kann.

Werbung

Bei den angebotenen Waren handelt es sich vorwiegend um Bots, die soziale Netzwerke wie Twitter, Facebook, Hi5, MySpace, MyYearbook, YouTube, Tuenti, Friendster, Gmail und Yahoo angreifen. Die Bots sind auf das jewelige Netzwerk zugeschnitten und lösen unterschiedliche Aktionen aus. So erzeugen sie automatisch falsche Statistiken in YouTube, manipulieren Umfragen bei Digg oder versenden Nachrichten in unbegrenzter Anzahl auf verschiedenen Dating-Plattformen.

Um garantieren zu können, dass die Bots nicht von Sicherheitsprogrammen gefunden werden können, bietet die Verkaufsplattform für die Schadprogramme verschiedene Funktionen an, um Sicherheitsmechanismen zu umgehen. So verändern sich die Bots nach dem Zufallsprinzip, um nicht entdeckt zu werden. Außerdem umgehen sie so genannte Captchas, die viele Webseiten dazu einsetzen, um zu prüfen, ob tatsächlich ein Mensch die angebotenen Dienste nutzt.

Organisiertes Verbrechen durch Bot-Handel

"Auf dem Portal wird sogar angeboten, mit dem Verkauf dieser 'Produkte' Geld zu verdienen. Diese Geschäftsmodelle tragen dazu bei, eine Cybermafia zu entwickeln und eine Organisation zu schaffen, die über viele Ländergrenzen hinweg operiert", warnt Luis Corrons, Geschäftsführer von PandaLabs. "Solche Portale existieren nicht einfach nur, weil jemand sie erschafft, sondern weil es eine entsprechende Nachfrage gibt. Genügend Kriminelle sind bereit, dafür Geld auszugeben. Solange wir diese nicht stoppen, wird das Geschäft blühen."

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Virenschutz hier.

Links zum Thema

Kommentieren