Toshiba 42 ZV 635 D: Preiswerter Full-HD-TV im Test
Pflichtprogramm: TV- und DVD-Bildqualität
Analoger wie auch digitaler TV-Empfang sieht mit der Voreinstellung "Film" am besten aus - netzwelt genießt ein ehrlich wirkendes, farbneutrales und detailreiches Bild. Durch die aktivierte "ActiveVision 200M"-Schaltung erscheinen Spielfilme und Börsenticker angenehm scharf, und zwar ohne Tendenz zum Verschmieren.

Lediglich bei extrem schnellen Kamerafahrten verwischt das Bild leicht. Bei DVDs wie "Der schmale Grat" kann es gelegentlich zu Zeilenflimmern kommen, und negativ fiel ebenfalls das um vier Prozent in die Breite verzerrte Bild im Letterboxzoom-Format "Kino" auf, was sich vor allem in Gesichtern bemerkbar macht.
Die Kür: HDTV-Signale
Bei HDTV-Signalen kitzelt netzwelt die maximale Detailschärfe aus dem Bildformat "Nativ". Auch an der 24p-Wiedergabe von Blu-rays gibt es nichts auszusetzen – sie erfolgt wunderbar ruckelarm. Auch die Farben gelingen prima, der Farbumfang und die Farbtemperatur von 6.500 Kelvin liegen exakt im Soll. In heller Umgebung und mit hellen Filmszenen liefert der Toshiba ein erstklassiges Bild, doch sobald es dunkel wird, offenbaren sich seine großen Schwächen: Sein bläuliches, ungewöhnlich helles Restlicht raubt dunklen Szenen jede Tiefenwirkung.
Auch sein Kontrastumfang von nur 700:1 innerhalb eines Bildes liegt unter dem Durchschnitt moderner LCD-Fernseher, genauso wie seine stark ausgeprägte Blickwinkelabhängigkeit. Fürs dunkle Heimkino mit vielen Zusehern ist der Toshiba deshalb ungeeignet.
Fazit: Nichts für Heimcineasten
Heimcineasten werden mit dem geringen Kontrast, dem bläulichen Restlicht und der großen Blickwinkelabhängigkeit ganz bestimmt nicht glücklich. Wer hingegen einen soliden, preiswerten, farbechten und tageslichttauglichen Fernseher fürs helle Wohnzimmer sucht, darf ruhigen Gewissens mehr als nur einen Blick riskieren.
