Stark bei Licht, schwach bei Dunkelheit
Toshiba 42 ZV 635 D: Preiswerter Full-HD-TV im Test
Mit der ZV-Serie bietet Toshiba seit 2009 erstmals LCD-Fernseher mit 200-Hertz-Technik an – und das zu einem sehr günstigen Preis: Der 42 Zoll große 42 ZV 635 D kostet laut Hersteller nur 1.300 Euro. Ein Preis, der im Internet deutlich unterboten wird und bereits bei 750 Euro beginnt.

Inhaltsverzeichnis
- 1Zwiespältig: Design und Ausstattung
- 2Schwächen bei der Bedienung
- 3Pflichtprogramm: TV- und DVD-Bildqualität
- 4Die Kür: HDTV-Signale
- 5Fazit: Nichts für Heimcineasten
Zwiespältig: Design und Ausstattung
Toshibas preiswerte ZV-Serie versucht, optische Akzente zu setzen - mit durchwachsenem Ergebnis: Einerseits wirkt die glänzende, tiefschwarze Frontscheibe sehr edel und wertig, andererseits zerstört der zu ausladende Rahmen wieder einiges von diesem positiven Eindruck. Ungewöhnlich sieht zudem das leuchtende Firmenlogo aus, das sich aber abschalten lässt - im dunklen Heimkino könnte es stören. In puncto Multimedia enttäuscht der Toshiba ein wenig, denn eine Internetanbindung sucht netzwelt vergeblich.
Für die Wiedergabe von Multimediadateien steht neben einem SD-Karten-Slot für Fotos auch noch eine USB-Schnittstelle bereit, die neben Bildern auch Videos und Musik abspielen soll. Die Betonung liegt dabei auf soll, denn im Test lassen sich über USB lediglich Fotos darstellen, nicht aber Videos und Musikstücke.

Dafür ist der Toshiba-Fernseher mit vier HDMI-Schnittstellen und vielen, vielen Bildreglern gesegnet, die vor allem Tüftlern vergnügliche Stunden bereiten: Hier kann man sich in zahlreichen Voreinstellungen austoben, Regler für Farbbalance und Mischfarben ausprobieren oder die elektronischen Farbfilter inspizieren, mit dem sich die Farbsättigung ohne Farbfolien einstellen lässt. Sogar der Umgebungslichtsensor, der die Hintergrundbeleuchtung automatisch steuert, lässt sich nach eigenem Geschmack justieren. Doch Vorsicht: All diese Optionen sollte man nur dann wahrnehmen, wenn man Ahnung von der Materie hat - "Anfänger" verschlechtern das Bild meist nur.
Schwächen bei der Bedienung
In Sachen Benutzerfreundlichkeit und Logik offenbart der Japaner Schwachpunkte, die schon bei der nicht besonders attraktiv aussehenden Fernbedienung beginnen: zu kleine Tasten, zu schlechte Platzierung. Am ärgerlichsten empfinden die Testredakteure aber die Tatsache, dass man im Menü "Auto Format" abschalten muss, damit HDTV-Signale dauerhaft ohne Bildbeschnitt, im Fachjargon auch Overscan genannt, erscheinen. Ist dies geschehen, muss der Nutzer allerdings das Bildformat bei jedem Senderwechsel manuell wählen. Nervig empfindet netzwelt außerdem, dass die Auflösung eingehender HDMI-Signale nicht angezeigt wird.

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