Starke Zunahme bei Verherrlichungen von Selbstgefährundungen registriert

Jahresbericht von jugendschutz.net: Zunahme gefährlicher Anleitungen

Jahresbericht von jugendschutz.net: Zunahme gefährlicher Anleitungen Die Jugendschützer von jugendschutz.net haben ihren Jahresbericht 2009 zu Risiken für Minderjährige im Internet vorgestellt. Im vergangenen Jahr registrierten die Mitarbeiter der Organisation eine starke Zunahme von Angeboten im Internet, die selbstgefährdendes Verhalten - von Magersucht über Ritzen bis hin zu Selbstmord - als modernen Lifestyle präsentieren.

Inhaltsverzeichnis

  1. 119.000 Kontrollen, 2.400 Verstöße
  2. 275 Prozent ohne Probleme gelöscht
  3. 3Tipps für Eltern, Pädagogen und Jugendliche

19.000 Kontrollen, 2.400 Verstöße

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Nach eigenen Angaben kontrollierten die Mitarbeiter von jugendschutz.net im vergangenen Jahr rund 19.000 Angebote im Internet. Dabei stellten sie 2.407 Verstöße gegen den Jugendschutz fest. In den meisten Fällen, nämlich bei 42 Prozent der Seite, handele es sich um pornografische Angebote - was einen Rückgang um 20 Prozent darstelle. Besonders stark sei die Zunahme von Angeboten, die Selbstgefährdungen propagieren. Sie machten im vergangenen Jahr 22 Prozent der Beanstandungen aus und damit doppelt so viele wie in 2008.

Dem Bericht von jugendschutz.net zufolge stammen unzulässige Angebote aus dem Ausland zu 52 Prozent aus den USA - Die Niederlande folgen mit 17 Prozent. In 686 Fällen habe die Organisation Hinweise auf Verstöße an die internationalen Netzwerke gegen Kinderpornografie (INHOPE) oder Hass im Netz (INACH) weitergeleitet. In 70 Prozent der Fälle hätten die ausländischen Provider oder Plattformbetreiber die bemängelten Inhalte gelöscht.

75 Prozent ohne Probleme gelöscht

In Deutschland läge die Löschquote insgesamt bei 75 Prozent, bei einigen Themen wie der Verherrlichung von Magersucht erreiche sie sogar 95 Prozent. Nur in 116 Fällen und damit 96 mal weniger als im Vorjahr gab jugendschutz.net Angebote zur Einleitung eines Verfahrens an die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) weiter

Die Mitarbeiter von Jugenschutz.net kontrollieren nach eigenen Angaben die wichtigsten Dienste im Internet regelmäßig und begeben sich auch auf gezielte Recherche. Internetnutzer können zudem Angebote, die sie für unzulässig halten, per E-Mail an hotline@jugendschutz.net zur Überprüfung melden.

Tipps für Eltern, Pädagogen und Jugendliche

Jugendschutz.net bietet Tipps zur Internetsicherheit für Eltern, pädagogische Fachkräfte und jugendliche Surfer an. 2009 überarbeitete das Team der Organisation zum Beispiel die Broschüre "Chatten ohne Risiko". In ihr bewertet die Initiative erstmals die Sicherheit von Social Communitys wie schuelerVZ oder Facebook. Alle Veröffentlichungen zu riskanten Foren, zum sicheren Surfen oder zu technischen Schutzmöglichkeiten stehen auf der Homepage jugendschutz.net kostenlos zum Download zur Verfügung.

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