Mittelstand als neue Zielgruppe - neue Top500 vorgestellt

Supercomputerkonferenz ISC 2010: Besser rechnen mit Grafikprozessoren

Egal ob Wetter, Viren oder Explosionen - realitätsgetreue Simulationen in der Forschung erfordern enorme Rechenleistungen. Supercomputer brauchen aber keine Lagerhallen mehr, denn in Desktop-Größe stehen sie inzwischen sogar in Büros. Möglich wird dies unter anderem durch Grafikchips, die herkömmlichen Prozessoren immer mehr Rechenarbeit abnehmen. Dies sind große, aber bei weitem nicht alle Themen auf der vom 31. Mai bis zum 3. Juni 2010 in Hamburg stattfindenden International Supercomputing Conference. Zusätzlich bildet die Konferenz den Rahmen zur Vorstellung der aktuellen Top500-Liste der leistungsstärksten Computer der Welt.

International Supercomputing Conference 2010 in Hamburg - Von außen versprüht der Konferenzort den Charme der 1970er Jahre - drinnen geht es allerdings um Hightech vom Feinsten.
Von außen versprüht der Konferenzort den Charme der 1970er Jahre - drinnen geht es allerdings um Hightech vom Feinsten.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Rechenkraft aus dem Grafikbereich
  2. 2Nvidia als treibende Kraft
  3. 3Komplexe Vorarbeit um alle Rechenkerne auszunutzen
  4. 4Aktuelle Bestenliste: Die 500 schnellsten Computer der Welt

Eines der wichtigen Themen der diesjährigen International Supercomputing Conference (ISC) sind Grafikprozessoren (GPU), die in immer mehr Supercomputern Rechenarbeit von den Hauptprozessoren (CPU) übernehmen. Aktuelle Desktop-Prozessoren verfügen derzeit über maximal sechs Rechenkerne, noch im Laufe des Jahres erwarten Experten die ersten Zwölf-Kern-Prozessoren. Grafikprozessoren sind, wie zum Beispiel Nvidias aktuelle Fermi-Achitektur mit 512 Kernen, schon deutlich weiter.

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Rechenkraft aus dem Grafikbereich

Mit ihrer hohen Anzahl von Kernen rechnen die Grafikprozessoren schneller und effizienter als CPUs. Zusätzlich verbrauchen sie weniger Strom und nehmen weniger Raum ein. Der Trend im Supercomputerbereich geht eben nicht nur zu immer mehr Leistung, sondern auch zu kleineren Rechnern. Die Rechenleistung, die früher in Hunderten Serverschränken in einer Lagerhalle steckte passt heute in einen Raum mit 100 Quadratmetern.

Der US-Grafikkartenhersteller Nvidia hat erkannt, dass seine Grafikprozessoren nicht nur für die Berechnung von Spielegrafiken auf dem Privatrechnern taugen, sondern auch jede andere Rechenarbeit übernehmen können. Folgerichtig treibt das Unternehmen die Nutzung von GPUs jenseits der PC-Spiele voran.

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