Pakistan hebt Sperrung auf

Mohammed-Karrikaturen: Nun verbietet Bangladesch Facebook

Mohammed-Karrikaturen: Nun verbietet Bangladesch Facebook Der südasiatische Staat Bangladesch hat den Zugriff zu Facebook gesperrt. Bangladesch ist das zweite Land, das empört auf eine Facebook-Gruppe reagiert, die zum Malen des Propheten Mohammed aufgerufen hatte. In Pakistan wurde die Sperrung mittlerweile auf richterlichen Beschluss wieder aufgehoben. 

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Nun hat auch Bangladeschs Regierung den Zugang zu Facebook gesperrt. Am Samstag wurde zudem in Dhaka ein junger Mann festgenommen, weil er angeblich satirische Bilder von Politikern bei Facebook veröffentlicht hatte. 

Anti-Facebook-Proteste

In Pakistan war Facebook auf richterlichen Beschluss seit dem 19. Mai gesperrt, der Tag der auch von der gleichnamigen Facebook-Gruppe als "Everybody draw Mohammed Day" festgesetzt wurde. Auch der Zugriff auf andere Seiten, wie YouTube, Wikipedia und Flickr wurde zeitweilig verhindert. Der Grund war der Aufruf der Facebook-Gruppe, den Propheten zu malen, was in muslimischen Ländern als Gotteslästerung und Beleidigung gilt. 

Zuvor kam es in dem muslimischen Staat zu Anti-Facebook-Protesten mit Tausenden Teilnehmern, was die ohnehin verbreitete anti-westliche Einstellung Vieler stärkte. Pakistan hatte daraufhin den Zugang zu Facebook blockiert. Kurzzeitig auch YouTube, Wikipedia und Flickr. 

Facebook kooperiert mit Pakistan

Inzwischen hat das oberste Gericht in Pakistan die Sperrung wieder aufgehoben, nachdem Facebook versprach, kein blasphemisches Material mehr zu verbreiten, berichtete die Nachrichtenagentur Asia News. Allerdings soll es am 15. Juni noch eine gerichtliche Anhörung geben.

In Indien hat Facebook bereits vorsorglich den Zugang zur Karikaturen-Seite blockiert. Dort lebt die drittgrößte muslimische Bevölkerung weitweit. In Deutschland ist die Seite "Everybody Draw Mohammed Day" noch immer abrufbar. Sie hat nur noch rund 3000 Mitglieder, zeitweise waren es rund 43.000. Die Gruppen, die gegen die Seite protestieren, kommen inzwischen auf 219.000 Anhänger. 

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