Viele neue Funktionen
KOffice: Version 2.2 der Office-Suite ist fertig
Ob KOffice 2.2 ein ernsthafter Konkurrent zu Microsofts Office 2007 beziehungsweise Office 2010 ist, darf bezweifelt werden. Doch das ist auch nicht der Anspruch. Die kostenlose Bürosuite unter Open-Source-Lizenz ist eine Alternative für Anwender, die beispielsweise auf dem Netbook ein Büroprogramm benötigen, dafür aber nicht mehrere hundert Euro für eine zweite Office-Lizenz ausgeben möchten. Genau diese Anwender können sich über die Version 2.2 freuen, die jetzt auch von Microsoft Office 2007 erzeugte OOXML-Formate via Importfilter unterstützt.

Der Anwender kann damit also auch Texte im .DOCX-Format von Word 2007 öffnen, daneben aber auch Tabellen oder Präsentationen, die in Office 2007 erstellt wurden. Ein Exportfilter für das Office-Format ist allerdings nicht vorgesehen.
Zum Programm gehören die Textverarbeitung KWord, die Tabellenkalkulation KSpread, das Vektorprogramm Karbon, das Präsentationsprogramm KPresenter, der Projektmanager KPlato, sowie die Bildbearbeitungs-Software Krita. Außerdem bringt die neue Version die Datenbank Kexi, die seit dem Release 1.6 nicht mehr enthalten gewesen war. Damit ist der Nutzer für nahezu alle Aufgaben im Büro gerüstet. Insgesamt soll die Version 2.2 deutlich stabiler sein als die Vorgängerversion.
Neue Features in KOffice 2.2.
Die Entwickler haben eine Reihe von neuen Funktionen eingebaut. Die Textverarbeitung KWord kommt wieder mit aktivierter Rechtschreibprüfung. In die Tabellenkalkulation KSpread haben die Entwickler nach eigenen Angaben eine Menge Arbeit investiert und neue Funktionen eingebaut: einen verbesserten Importfilter für Excel, Rich Text in Zellen und anderes mehr.
Am meisten Neuerungen hat die Bildbearbeitungs-Software Krita erhalten. Darunter neue Brush Engines und eine Pop-up-Palette, die alle kürzlich benutzten Farben und Pinsel zeigt. Daneben unterstützt Krita auch die Dateiformate PPM, XFC und JPEG2000.

Auch KPresenter versteht sich jetzt besser auf die Darstellung von Powerpoint-Dateien. Bei Karbon wurden die Kompatibilität mit dem Vektorgrafikformat SVG (Scalable Vector Graphics) verbessert und neue Effektfilter eingebaut. Alle Änderungen und Neuheiten finden sich auf der KOffice-Seite im Changelog (siehe Weblinks). Allerdings kann man im Moment nur den Sourcecode von der Website herunterladen. Die Binary-Version lässt noch auf sich warten.
Ein weiterer Vorteil von KOffice ist die Unterstützung durch Nokia. Der finnische Mobilfunkriese will KOffice als Reader auf seinen Smartphones installieren.
