Selten nützlich, oft interessant

Soziale Netzwerke: Dax-Konzerne auf Facebook und Twitter

Die sogenannten sozialen Netzmedien haben unser Leben dramatisch verändert: Millionen Nutzer tauschen jeden Tag persönliche Nachrichten und Fotos auf Plattformen wie Twitter oder Facebook aus. Noch vor wenigen Jahren wurde das eher kritisch gesehen, doch heute ist der praktische Wert bewiesen: Mit Facebook bleiben Schul- und Studienfreunde auch nach Jahren noch in Verbindung. Twitter kann besonders aktuelle Inhalte schnell verbreiten.

Positivbeispiel Mercedes Benz auf Facebook: Nicht alle großen Unternehmen haben den Stellenwert Sozialer Netzwerke bislang begriffen.
Positivbeispiel Mercedes Benz auf Facebook: Nicht alle großen Unternehmen haben den Stellenwert Sozialer Netzwerke bislang begriffen.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Flughinweise der Lufthansa
  2. 2Die Deutschen Autokonzerne
  3. 3Chemie, Gase und Technik
  4. 4Sehr aktiv: Deutsche Bank
  5. 5Kleinere Konzerne im Netz
  6. 6Fazit: Selten nützlich, oft interessant
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Mit dem großen Erfolg wurden soziale Netzmedien auch für mittlere und große Firmen interessant. Auch wenn die Community noch durch private Inhalte geprägt wird, sind selbst die größten DAX-Konzerne mittlerweile auf den führenden Diensten vertreten. Das Interesse schwankt dabei von der Rekrutierung neuer Mitarbeiter bis hin zu wirklich nützlichen Hinweisen über eigene Produkte. Im Bereich werblicher Meldungen halten sich viele Firmen bisher zurück.

Flughinweise der Lufthansa

Eines der bekanntesten Twitter-Konten dürfte das der Deutschen Lufthansa AG sein. Dort werden nicht nur Angebote und Aktionen veröffentlicht, sondern im Krisenfall auch wichtige Mitteilungen eingestellt: So nutzte das Unternehmen den Kanal während der Probleme mit der Aschewolke, um über Ausfälle zu informieren. Sobald es eine neue Version des Ersatzflugplans gab, wurde dieser direkt verlinkt. Deutlich weniger aktiv ist Lufthansa bei Facebook: Dort erscheinen in der Regel die gleichen Meldungen wie auf Twitter, nur etwas ausführlicher. Im Video-Bereich hat die Firma nur drei Beiträge hochgeladen – hier ist noch Luft nach oben.

Die Deutschen Autokonzerne

Im sozialen Web geht Daimler voran, das Unternehmen betreibt gleich mehrere Konten auf Twitter. Über das Hauptkonto berichten die Mitarbeiter von Veranstaltungen, zwischendurch ist Sendepause. Daneben gibt es separate Zugänge unter anderem für Nachrichten zu Produkten und den Kontakt mit potentiellen neuen Mitarbeitern, Daimler Career. Sehr schön ist, dass im Gegensatz zur Lufthansa der Konzern nicht anonym bleibt – die für Social Media zuständigen Mitarbeiter Nitasha de Vries und Uwe Kraus zeigen sich persönlich im Profil. Ansonsten ist Daimler zwar noch mit Blogs im Netz vertreten – aber hat kein offizielles Facebook-Konto.

Noch zurückhaltender gibt sich der Volkswagen-Konzern. Zwar gibt es ein Konto des Konzerns auf Twitter, dieses wird jedoch eher zurückhaltend genutzt. Für neue Mitarbeiter nutzt das Unternehmen ebenfalls keinen eigenen Kanal, sondern überlässt dies den jeweiligen Marken. Somit zersplittert sich die Medien-Landschaft sehr stark: Jede Marke, also auch Volkswagen selbst und Audi, betreibt eigene Haupt- und Länderkonten auf Twitter und Facebook. Die Qualität der Inhalte wechselt dann deutlich: Ein schönes Beispiel ist aber das deutsche Audi-Profil auf Twitter, über das die Mitarbeiter sehr intensiv und offen mit anderen Teilnehmern kommunizieren.

Deutlich klarer geht es bei BMW zu: Der Münchner Autobauer betreibt für jede Ländergesellschaft eine eigene Facebook-Seite. Das Deutsche Pendant dient weniger zum Absetzen von Werbetexten, sondern ist eine Anlaufstelle für Tuner und Fragen der Kunden. Dabei bleibt der Nutzwert gering, aber Freunde der Marke dürften sich wohlfühlen. Auch auf Twitter geht der Konzern stark auf seine Marke und Produkte ein, zum Beispiel gibt es für das Modell X1 einen eigenen Kanal. Insgesamt bleiben die Informationen über das Unternehmen selbst aber eher im Hintergrund.

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Ach, die BASF ist nicht bei twitter? https://twitter.com/BASFKarriere https://twitter.com/com2science

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