Kunden nutzen veraltete Version des Browsers hartnäckig weiter
Browser: Microsoft will Internet Explorer 6 ausrotten
Microsoft hat es sich zum Ziel gemacht, den Internet Explorer 6 vom Markt verschwinden zu lassen. Doch so einfach ist das nicht: Viele Nutzer halten hartnäckig an ihrem alten Browser fest.
Inzwischen gehört es zu den Aufgaben des Internet-Explorer-Chefs, den Internet Explorer 6 verschwinden zu lassen. "Teil meiner Arbeit ist es, den Anteil des Internet Explorer 6 so schnell wie möglich auf Null zu reduzieren", sagte Ryan Gavin dem englischen Computermagazin PCPro.
Sicherheitsrisiken der alten Version
Noch immer ist der Internet Explorer 6 der am zweit häufigsten genutzte Browser weltweit und das obwohl die Software bereits neun Jahre alt ist. Der Grund: Der Internet Explorer 6 ist der Standard von Windows XP, das viele Unternehmen und öffentliche Einrichtungen verwenden. Zudem sorgt die Nutzung veralteter Hardware in Entwicklungsländern und die Untätigkeit vieler Anwender dafür, dass der Internet Explorer 6 weiterhin eingesetzt wird.
Microsoft versucht nun Unternehmen von der Verwendung neuerer Versionen des Internet Explorers zu überzeugen. Dabei hebt das Unternehmen die verbesserten Sicherheitsstandards des Internet Explorers 8 hervor. Dieser erfasse 85 Prozent der Schadsoftware, während der aktuelle Firefox 3 nur 29 Prozent stoppe. Chromes Sicherheitsnetz erreiche nur 17 Prozent der Cyber-Angriffe. Dies ergab eine Studie des unabhängigen Produkt-Testers NSS Labs.
Vergleichbar mit alter Milch
In Australien hat der Softwarehersteller die alte Explorer-Version mit Milch verglichen, die vor neun Jahren abgelaufen ist. Dennnoch wolle Microsoft die neue Version, den Internet Explorer 9, nicht für Windows XP anbieten. Mit der Markteinführung von Windows 7 sollen Kunden langsam gezwungen werden, zu einer neueren Version des Internet Explorers zu wechseln. Google hat bereits im März 2010 die Unterstützung des Internet Explorer 6 eingestellt.


Der Suchmaschinenbetreiber Google stellt die Unterstützung für den Internet Explorer 6 ein. Betroffen sind zunächst die Dienste Google Docs und Google Sites. Die Änderung tritt zum 1. März 2010 in Kraft. Nutzern älterer Browser fehlen künftig wichtige Funktionen dieser Dienste.
Chrome gehört zu den Gewinnern am Bowsermarkt. Doch die Vorrangstellung des Internet Explorers wird noch lange unangefochten bleiben, seine Anteile liegen allerdings erstmals unter 60 Prozent.
Der IE verliert an Bedeutung: Microsofts Browser ist zwar weltweit immer noch der am häufigsten zum Einsatz kommende Zugang zum Internet - doch er verliert weiterhin an Marktanteil. Die Deutschen setzen nach wie vor auf Firefox.
Europäische Nutzer verwenden erstmals den Firefox häufiger als den Internet Explorer. Ganz knapp kann Mozilla Microsoft überholen. Google Chrome wächst außerdem weiterhin stark an.
Von Chrome oder Firefox kennen Nutzer dieses Vorgehen schon, jetzt führt auch Microsoft die automatischen Updates seines Browsers ein. Ab dem nächsten Jahr surfen Nutzer so immer mit der aktuellsten Version des Internet Explorers.
Langsamer Abschied: Microsoft ist auf dem besten Wege, sich vom IE6 zu verabschieden. In den USA sank der Anteil des IE6 am Browsermarkt auf unter ein Prozent.
Internet Explorer statt Safari: Im Streit um Tracking-Cookies bewirbt Microsoft seinen eigenen Browser. Der Suchmaschinenriese Google zeichnete das Surfverhalten von Safari-Nutzern unerlaubt auf.




