Firmen-Chef Mark Zuckerberg gibt Details zu neuen Sicherheitsvorkehrungen bekannt
Facebook: So werden die Privatsphäre-Einstellungen vereinfacht
Nachdem Facebook-Chef Mark Zuckerberg wegen der heftigen Kritik an den Datenschutz-Bestimmungen des Unternehmens ankündigte, dass die Privatsphäre-Einstellungen des sozialen Netzwerks verbessert werden sollen, gab Facebook nun weitere Details zu den geplanten Veränderungen bekannt.

Viele deutsche Facebook-Nutzer überlegen derzeit, ob sie wegen des Datenschutzes ihr Profil löschen sollten. Dem will das Unternehmen nun entgegenwirken, indem die Privatsphäre-Einstellungen in den Profilen vereinfacht und transparenter gestaltet werden. "Mit ein paar Klicks lässt sich der Inhalt für jedermann, Freunde der Freunde oder nur die Freunde veröffentlichen", sagte Zuckerberg zu den kommenden Veränderungen auf einer Pressekonferenz.
So sollen die bislang über 170 Einstellungen verteilt auf mehrere Seiten auf nur wenige Einstellungen auf einer Seite reduziert werden. Auch sollen die eigenen Freunde und die Lieblingsseiten nicht mehr für jedermann zugänglich sein. "Diese Felder müssen nicht länger öffentlich sein", so Zuckerberg dazu.
Auch den Hauptkritikpunkt möchte das Unternehmen angehen: Mit nur wenigen Klicks soll künftig die Weitergabe von Daten an Partnerseiten, Applikationen und Spiele unterbunden werden. Dies gilt allerdings nur für Anwender, die die Facebook-Apps und Spiele nicht nutzen. Auf die Frage, warum Facebook nicht die höchsten Sicherheitseinstellungen als Standard anbiete, wies Zuckerberg auf den Grundgedanken eines jeden sozialen Netzwerks hin. "Bei Facebook geht es darum, sich mit neuen Freunden und Freunden von Freunden zu verbinden."
Die Umstellung beginnt ab sofort
Die neuen Privatsphäre-Einstellungen sollen ab sofort schrittweise eingeführt werden und in den kommenden Wochen allen Nutzern zur Verfügung stehen. Wenn sich die Veränderungen als hilfreich erweisen, möchte das Unternehmen die Einstellungen für eine lange Zeit beibehalten. Die neuen Sicherheitsvorkehrungen sollen laut Zuckerberg auch bei allen zukünftigen Funktionen von Facebook zur Verfügung stehen.
