LinuxMCE: Mediacenter und Hausautomatisierung

Orbiter: Handys, Tablets und Maus als Fernbedienung

Durch das Anschließen von Bluethooth- oder Infrarot-Sticks an die Media Direktoren machen Nutzer Smartphones, Tablets oder Funkmäuse zu Fernbedienungen. Durch die jeweilige Signalstärke an den einzelnen Media Direktoren merkt LinuxMCE in welchem Raum sich der Anwender befindet und verlagert, die entsprechenden Einstellungen vorausgesetzt, die Medienwiedergabe bei Verlassen des Raums in den Nächsten. Solange sich der Anwender in der Bluetooth-Reichweite eines Media Direktors befindet, bedient und steuert er bequem sämtliche im Netzwerk verbundenen Geräte über den Orbiter.

linuxmce fernbed
Als Fernbedienung kommen unter anderem Smartphones zum Einsatz. Mit ihnen steuern Nutzer LinuxMCE aus allen Räumen und auch außerhalb der Wohnung.
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Eine Sammlung vieler Dienste

LinuxMCE bündelt verschiedene Open-Source-Lösungen in seiner Plattform. Kubuntu kommt als Betriebssystem zum Einsatz, Xine für die Medienwiedergabe, MythTV als Media-Entertainment-Element. Dank integriertem Asterisk binden Nutzer auch ihre Telefonanlage in LinuxMCE ein, PlutoHome dient zum Steuern der Hausautomatisierung.

Hausautomatisierung: Beleuchtung, Stromverbrauch, Sicherheit

Nach dem Eingeben eines groben Grundrisses in den Haus-Einrichtungsassistenten gestattet LinuxMCE auch das Einbinden und Steuern von Lampen, der Heizung, der Klimaanlage oder das Festlegen sogenannter Sequenzen. Die einzelnen Komponenten meldet der Nutzer dem LinuxMCE am einfachsten mit Hilfe des drahtlosen Kommunikationsstandards "Z-Wave", aber auch andere Standards, etwa EnOcean, X11 oder KNX werden unterstützt. Anschließend bestimmt der Anwender, zum Beispiel für die Sequenz "Abendessen", dass ausgewählte Lichtquellen auf 20 Prozent ihrer Leuchtkraft gedimmt werden, der Spot über dem Esstisch dafür hell leuchtet, die elektrischen Rollos halb geöffnet sind und dazu das Radio den Lieblingssender spielt.

linumce kamera
LinuxMCE bietet viele Funktionen für die Hausautomatisierung. Auch Überwachungskameras lassen sich in das System einbinden. 

Doch LinuxMCE hilft dem Anwender auch beim Stromsparen. So trennt der Core nach Eingabe einzelne Geräte oder ganze Teilbereiche der Wohnung vom Stromnetz, sodass diese auch keinen Stand-by-Strom mehr verbrauchen. Auch das Einbinden von Überwachungskameras und Bewegungsmeldern gestattet die Software. Betritt jemand das eigene Grundstück, löst der Bewegungsmelder aus und schaltet die Außenbeleuchtung sowie die Überwachungskamera an. Das Bild der Kamera erscheint anschließend auf dem Fernseher. 

Fazit: Nahezu unbegrenzte Möglichkeiten

Mit LinuxMCE geben Anwender nicht nur ihre Multimediadateien wieder. Die kostenlose Linux-Erweiterung bietet zusätzlich Steuerungsoptionen für nahezu die gesamte Hauselektronik. Nach erfolgreicher Einrichtung schalten und regeln Nutzer Lampen, die Heizung oder Lüftung per Fernbedienung - auch wenn sie sich dabei am Arbeitsplatz oder am anderen Ende der Welt befinden. Durch das komplette Abschalten der Elektrogeräte hilft das Programm dem Anwender zudem beim Stromsparen. 

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Das Einrichten der vollständigen Hausautomatisierung mittels LinuxMCE erfordert jedoch ein gewisses Maß an Einarbeitungswillen, Bastelfreude und Zeit. Dafür bietet die Software jedoch nahezu alle Freiheiten, die der Anwender wünscht und enorme Einstellungs- und Steuerungsmöglichkeiten. Eine einfachere einzurichtende, dafür aber kostenpflichtige und Hardware-basierte Lösung stellt beispielsweise "Micasaverde" dar.

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