Kleiner USB-Stick bringt Fernsehprogramm auf den Computerbildschirm
Hama DVB-T-Empfänger Nano im Test: Fernsehen auf dem PC
Der Zubehör- und Versandhändler Hama bietet mit dem Nano einen kleinen USB-Stick an, der die DVB-T-Fernsehsignale mit Hilfe einer Antenne empfängt und auf dem Computer überträgt. Auf bequemes Zubehör wie eine Fernbedienung muss der Nutzer allerdings zugunsten eines niedrigen Preises verzichten.

Inhaltsverzeichnis
- 1Geringe Systemanforderungen und Installation von CD-Rom
- 2Verwirrende Benutzeroberfläche und unkomfortable Sendersortierung
- 3Antenne und Adapter, aber keine Fernebedienung
- 4Fazit: DVB-T-Stick OK, Software verbesserungswürdig
Geringe Systemanforderungen und Installation von CD-Rom
Den Systemanforderungen zufolge funktioniert der DVB-T-Empfänger Nano von Hama auch auf Rechnern, die etwas langsamer als ein Netbook sind. Unser Testsystem mit einem mit 1,6 Gigahertz getakteten Atom-Prozessor von Intel, zwei Gigabyte Arbeitsspeicher und Windows 7 Home Premium erkennt den USB-Stick nach dem Einstecken automatisch und installiert den passenden Treiber.
Die zum Fernsehen nötige Software "TV & Video Recorder" von Magix befindet sich auf der CD-Rom im Lieferumfang. Für Besitzer von Netbooks und anderen Rechnern ohne optisches Laufwerk eignet sich die Anschaffung des Sticks von Hama nicht, da das Programm nicht zum Download bereit steht. Hersteller Magix verkauft es selber für 50 Euro, inklusive einem DVB-T-Stick von Terratec.
Die Installation von der von Hama mitgelieferten CD-Rom stellt kein Problem dar. Allerdings installiert das Programm ungefragt noch den Firebird SQL Server in der Magix Edition. Da die Software des Nano nur unter Windows läuft eignet sich der DVB-T-Stick nicht für Besitzer eines Mac-Rechners von Apple.
Verwirrende Benutzeroberfläche und unkomfortable Sendersortierung
Nach dem ersten Programmstart fragt der Magix TV & Video Recorder den Nutzer, ob er eine bestehende Senderliste importieren oder eine Suche durchführen will. In der Redaktion führte der Sendersuchlauf zu den je nach zählweise 29 oder 32 frei empfangbaren Fernsehsendern.
Beim Fernsehen überzeugt der Magix TV & Video Recorder nicht so wie die Programme von anderen USB-DVB-T-Sticks wie dem AverTV Plug & Watch oder dem EyeTV DTT Deluxe. Die Bedienoberfläche der Software von Magix ist gewöhnungsbedürftig gestaltet. Nicht jedes Symbol erklärt sich von Selbst und eine Beschriftung fehlt. Erst nach längerem Herumprobieren findet der Nutzer etwa die Schaltfläche, um den Sender zu wechseln.
Hama DVB-T-Empfänger Nano im Test
Lieferumfang, mit farbigen Hüllen zum Wechseln. Nicht im Bild: CD-Rom mit Software.
Die einzelnen Programme sortiert der TV & Video Recorder nach Sendergruppen und ermöglicht leider nur innerhalb dieser Gruppen ein leichtes umschalten. Will ein Nutzer zum Beispiel vom ZDF zu Vox wechseln muss er erst die so genannte RTL World öffnen. Versteckt hinter der Schaltfläche "Erweitert" kann der Anwender immerhin einen Haken setzen, um sich alle Sender auch in alphabetischer Reihenfolge anzeigen zu lassen. Eine individuelle Reihenfolge kann er nicht festlegen.
Als ähnlich benutzerfeindlich erweist sich die Aktualisierung des elektronischen Programmführers, die der Anwender für jeden Sender einzeln ausführen muss. Abschließend wirkt das Bild auf dem Monitor pixeliger und nicht so gut wie bei den Software-Lösungen vergleichbarer DVB-T-Sticks von Elgato oder Avermedia.
Mit dem TV & Video Recorder von Magix kann der Nutzer das aktuelle Programm mit einem Mausklick auf die Aufnahme-Schaltfläche mitschneiden. Zusätzlich kann der Anwender Sendungen für die Aufnahme einprogrammieren. Während der Aufnahme blendet die Software auf Wunsch das Bild aus, um den Prozessor des Computers nicht unnötig zu belasten.
Auf Wunsch versucht der Magix TV & Video Recorder automatisch Werbung aus der aufgenommenen Sendung herauszufiltern. Nach erfolgreicher Aufnahme kann der Nutzer den Mitschnitt mit der Software zurecht schneiden und auch auf eine CD oder DVD brennen.
Antenne und Adapter, aber keine Fernebedienung
Eine kleine Antenne mit Magnetfuß und zwei Meter langen Anschlusskabel gehört ebenso zum Lieferumfang des Hama Nano wie ein Adapter, um eine Antenne mit MCX-Anschluss an die Coaxial-Buchse USB-Sticks anzuschließen. Auf eine Fernbedienung muss der Käufer verzichten, er kann im Magix TV & Video Recorder jedoch zahlreiche Infrarot- und Funk-Geräte anderer Hersteller zur Fernsteuerung auswählen. Dafür befinden sich aber insgesamt vier bunte Gummi-Hüllen in der Verpackung, mit denen der Nutzer den Nano farblich an seinen Rechner anpassen kann.
Fazit: DVB-T-Stick OK, Software verbesserungswürdig
Hama bietet mit dem Nano einen sehr kleinen DVB-T-Empfänger an, der sich unkompliziert in den USB-Anschluss eines Computers stecken lässt. Die von der angeschlossenen Antenne empfangenen Fernsehsignale überträgt er auf den Rechner, wo sie der TV & Video Recorder von Magix weiter verarbeitet. Leider weist das Programm einige Mängel bei der Benutzerfreundlichkeit seiner Bedienoberfläche auf und zusätzlich wirkt das Bild etwas schlechter als bei anderen DVB-T-Sticks.
Hama empfiehlt für den USB-DVB-T-Empfänger Nano einen Verkaufspreis von 39,99 Euro. Im Internet bieten Händler den Stick etwas günstiger für rund 35 Euro an.

wenn man den Treiber auspackt kommt da scheinbar ein BDA Treiber raus. Hat schon einer das Teil mit DVBDREAM getestet? Chipsatz laut Treiber ist übrigens realtek. olli