Vereinfachte Datenschutz-Einstellungen geplant

Späte Reue: Facebook-Chef sorgt sich um den Datenschutz

Lag es an der zunehmenden Kritik gegenüber den Datenschutzrichtlinien oder an der Ankündigung vieler Nutzer, dem Sozialen Netzwerk Facebook den Rücken zuzukehren? Facebook-Gründer Mark Zuckerberg jedenfalls kündigt in einem Artikel der Washington Post erneut bessere, vor allem aber einfachere Möglichkeiten zur Kontrolle über die eigene Privatsphäre der Facebook-Nutzer an.

Mark Zuckerberg: Hat die zunehmende Kritik an den Datenschutzbestimmungen von Facebook zu einem Umdenken geführt? (Bild: Wikimedia Commons, Raphaël Labbé)
Mark Zuckerberg: Hat die zunehmende Kritik an den Datenschutzbestimmungen von Facebook zu einem Umdenken geführt? (Bild: Wikimedia Commons, Raphaël Labbé)
Werbung

Vor gar nicht allzu langer Zeit scherte sich Zuckerberg nicht wirklich über Bedenken der Facebook-Nutzer, die Privatsphäre und Sicherheit der Mitglieder im weltweit größten Sozialen Netzwerk Facebook komme zu kurz. Mit der Aussage "Das Konzept der Privatsphäre ist überholt" sorgte der millionenschwere Facebook-Boss für Unmut.

"Ein Schritt zurück in eine andere Richtung" 

Erst in der vergangenen Woche teilte Facebook-Manager Elliot Schrage der Financial Times mit, einfache, leicht verständliche Datenschutzregelungen bei Facebook einzuführen. "Ich denke, wir müssen einige Schritte zurück in eine andere Richtung gehen. Vielleicht haben wir uns zu sehr entfernt von Einfachheit und Benutzerfreundlichkeit", sagte der Manager der Zeitung.

In dem von ihm selbst verfassten Artikel in der Washington Post schlägt Zuckerberg ähnlich sanfte Töne an: "Facebook ist sehr schnell gewachsen(...)Manchmal bewegen wir uns zu schnell - und nachdem wir uns die kürzlich aufgetretenen Beschwerden angehört haben, werden wir antworten“. 

Wie genau diese vereinfachten Datenschutzbestimmungen auf Facebook künftig aussehen werden, darüber schweigt sich der Facebook-CEO genauso aus, wie sein Kollege Elliot Schrage.

Dass die Facebook-Einstellungen dringend einer Überarbeitung bedürfen, darüber dürften die meisten Nutzer einer Meinung sein. Denn bislang müssen registrierte Nutzer aus über 170 möglichen Optionen, verteilt über mehrere Seiten, Angaben darüber machen, welche Informationen über sie öffentlich zugänglich sein sollen und welche nicht. In der Vergangenheit änderte das Soziale Netzwerk zudem häufig seine Richtlinien bezüglich Datenschutz. Mit der Folge, dass viele zuvor gesetzte Haken erneut angeklickt werden mussten.

Viele Nutzer verloren hier offenbar den Überblick und beließen die Einstellungen in der Default-Einstellung. 

Links zum Thema

Beiträgeinsgesamt 1 Beitrag

Kündigt euren Account! Selbst das ist zwar nicht ganz so einfach, allerdings kann nur so ein Zeichen gesetzt werden.

Kommentieren