Es war einmal ein Bürgermeister...
Verkehrte Netzwelt: Wasservogel und roter Bär
Die Netzwelt-Redaktion bittet um Entschuldigung. Unser Autor hat den Artikel so spät abgeliefert, dass Änderungen nicht mehr möglich waren. Sein Text hat nichts mit Computern oder Internet zu tun. Statt dessen hat er so eine Art Märchen abgeliefert. Vielleicht kriegen Sie ja raus, worum es hier geht?
Es war einmal ein Bürgermeister in einer großen Stadt, der wollte für seine Bürger ein neues Verkehrssystem einrichten. U-Bahn, Straßenbahn, Haltestellen, Busse und Taxis und alles, was so dazugehört. Sicher und bequem sollten die Verkehrsmittel sein, dazu praktisch und flexibel. Um das beste Verkehrssystem zu bekommen, machte er eine Ausschreibung.
Nach einigen Monaten blieben zwei Bewerber übrig. Der eine hatte die allermodernste Technik, die Schienen und die Haltestellen waren perfekt und alles war nahtlos aufeinander abgestimmt. Bahnhöfe und Haltestellen waren so gebaut, dass alle Züge und Busse genau dazu passten. Vor allem die Waggons der U- und Straßenbahn waren schön. Glänzend bunt lackiert, mit bequemen, dicken Sitzen.
Das System war nur etwas teuer.
Sitze aus Holz, aber billig
Der Entwurf des anderen Anbieters sah nicht ganz so schön aus. Zwar war alles da, was man braucht, Bahnhöfe, Haltestellen, Züge, Busse, Fahrkartenschalter und sogar Wartehäuschen. Es schien auch zu funktionieren. Aber es wirkte irgendwie kompliziert und es schien, als müsse man an manchen Stellen noch nachbauen und Verbesserungen vornehmen. Man musste richtig mitdenken. Außerdem waren die Waggons nicht so schön lackiert und die Sitze darin aus Holz.
Aber es war viel billiger.
Dann lud der Bürgermeister den Chef der ersten Firma zu einem Gespräch ein. Das war ein großer Mann in einem roten Pullover, mit einer Figur wie ein Bär. Er hatte eine schrecklich laute Stimme und schlug mit seiner Hand immerzu auf den Tisch, wenn er glaubte, etwas Wichtiges gesagt zu haben. Der Bürgermeister fragte: "Wie ist das, wenn wir das Verkehrsnetz vergrößern wollen, wie viel kostet das dann zum Beispiel?" "Das ist alles kein Problem, sie zahlen einfach pro Fahrgast. Wir wollen, dass unsere Kunden zufrieden sind", sagte der Mann im roten Pullover und ließ seine schwere Pranke auf den Tisch fallen.
"Und wenn wir zum Beispiel etwas an den Bahnhöfen ändern wollen oder neue Busse einführen oder zusätzlich Taxis oder so etwas integrieren. Können wir dann auch andere Firmen beauftragen?" Da brüllte sein Gegenüber fröhlich: "Ja, selbstredend. Wir haben Partner, die arbeiten mit uns zusammen. Wir liefern denen Angaben wie Schienenbreite und die Höhe der Tunnel und solche Sachen und die bauen was Passendes. Alles von uns zertifiziert. Schnelle Busse, Großraum-Taxis, Helikopter - was auch immer Sie wollen. Alles passt perfekt. Wir bauen auch Schulen und Krankenhäuser. Eine ganze Stadt im selben Stil. Und das Gefängnis hat seine eigene U-Bahn-Station, ha ha ha."

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insgesamt 4 Beiträgehttp://www.netzwelt.de/forum/member/98808-sarazena/avatare/676-denker.gifIn Deuschland würden die guten Features beider Lösungen einem Kompromiss geopfert und der Rest gebaut :dow: Das wird dann zwar...
Schade nur, dass in Realität auch die Lösung des roten Mannes meist nicht so komfortabel ist :P - viel teurer und nur wenig besser. @dkihdmml Ja, aber nicht weltweit ;) Ich persönlich...
Jetzt fällt es mir erst auf. Harte Sitze, verspätete Abfahrzeiten (Releases). Die deutsche Bahn hat auf den Wasservogel-Mann gehört.
Ganz getreu dem Motto : "Because Open Source Matters" ... Dass das Netz aber immer von dem Riesen verkauft wird, stimmt aber nicht, Firefox kostet nichts, und hat mehr "Marktanteil" als alle anderen Browser....