Bundesnetzagentur drängt auf Internetversorgung in ländlichen Gebieten

Auktion: Neue Mobilfunk-Frequenzen vergeben

Auktion: Neue Mobilfunk-Frequenzen vergeben Ab April 2010 versteigerte die Bundesnetzagentur neue und durch den analoge Rundfunk frei gewordene Frequenzen und verteilte sie an die vier deutschen Mobilfunkanbieter. Nach 27 Auktionstagen bezahlen die Anbieter insgesamt 4,4 Milliarden Euro. Sie versprechen sich mit dem Kauf den Ausbau des Internets in ländlichen Gebieten.

Insgesamt wurden 41 Frequenzblöcke versteigert. Dabei vergab die Bundesnetzagentur Frequenzen im 800-Megahertz-Bereich, die durch die Abschaltung des analogen Rundfunks frei wurden. Diese zeichnen sich durch besonders hohe Reichweiten aus und kommen dadurch mit vergleichsweise wenigen Sendemasten aus. Dieser Bereich dürfte für den neuen Mobilfunkstandard LTE eingesetzt werden, der Übertragungsraten bis zu 100 Megabit pro Sekunde erreichen soll.

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Schnelles Internet für alle

Die Deutsche Telekom, O2 und Vodafone ersteigerten im 800-Megahertz-Bereich jeweils zwei Frequenzblöcke. Der Mobilfunkanbieter E-Plus ging dabei leer aus. Die Telekom kündigte bereits über Twitter an, sie wolle diese Frequenzen dazu nutzen, um auch in ländlichen Gebieten für schnelles Internet zu sorgen. Auch Vodafone versprach in einer Pressemitteilung "Internet für alle".

Als Bedingung mussten sich die Bieter für den "digitale Dividende" genannten 800-Megahertz-Bereich verpflichten, bis Ende 2010 Dienste für ländliche Gebiete anzubieten. Erst wenn alle Städte und Gemeinden mit bis zu 5.000 Einwohnern mit schnellem Internet versorgt sind, dürfen die Unternehmen andere Dienste in Ballungsgebieten anbieten.

Außerdem versteigerte die Bundesnetzagentur neue UMTS-Frequenzbereiche zwischen 1,8 und 2,6 Gigahertz. Die Deutsche Telekom erhielt davon zehn Blöcke für etwa 1,3 Milliarden Euro. Vodafone ersteigerte zwölf Blöcke für 1,4 Milliarden Euro und O2 elf Blöcke ebenfalls für knapp 1,4 Milliarden Euro. Mit etwa 280 Millionen Euro für acht Frequenzblöcke zahlte E-Plus am wenigsten.

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