Preiswerte Soundbar mit drahtlosem Subwoofer
Enox Cinema Box VI im Test: Wenig Klang für wenig Geld
Dass hochwertige Soundbars Surroundsound simulieren können, bewies zuletzt der Test der Canton DM 90. Doch wie sieht es beim deutschen Mitbewerber Enox aus, der für nur 500 Euro die wesentlich preiswertere Cinema Box VI ins Rennen schickt? Der netzwelt-Hörtest bringt Aufschluss.

Inhaltsverzeichnis
- 1Unpraktische Form
- 2Ausstattung und Technik
- 3Tonqualität: Mehr Schein als Sein
- 4Fazit: Unsauber abgestimmt
Unpraktische Form
Es klingt ja so verlockend: Nur eine einzige Box für einhüllenden Surroundklang – keine langen, umständlich zu verlegenden Kabel, kaum Platzbedarf, einfach Fernseher draufstellen und loslegen. Diese schöne Vorstellung scheitert bei der 108 Zentimeter langen, nur in Schwarz lieferbaren Enox Cinema Box VI bereits an zwei Dingen: Erstens ist ihre Form so abgerundet, dass man den Flat-TV oder den PC-Monitor nicht auf sie stellen kann – da haben die Entwickler nicht wirklich mitgedacht. So bleibt nur die Wandmontage, die nur dann sinnvoll ist, wenn der Fernseher ebenfalls an der Wand hängt.
Und zweitens benötigt sie einen zusätzlichen Subwoofer, der sich aber im Lieferumfang befindet und drahtlos mit der Soundbar kommuniziert. Doch der ausgelagerte Subwoofer ist noch lange keine Garantie für einen sauberen, druckvollen Bass, wie der netzwelt-Hörtest zeigt.
Ausstattung und Technik

Doch zunächst ein paar Worte zur Ausstattung, die einen AM/FM-Tuner, eine USB-Schnittstelle sowie einen Kartenleser für MP3-Musik, Fotos und Videos beinhaltet. Weiterhin stehen vier digitale Eingänge für Dolby Digital und DTS-5.1-Ton bereit, die sich auch zu einem 2.1-Downmix konvertieren lassen.
Für Stereomusik gibt es drei Hörmodi: "2.1", "Movie" und "Music". So etwas wie eine Menüstruktur sucht netzwelt vergeblich, da alle Funktionen direkt über die mitgelieferte Fernbedienung gesteuert werden. Für Surroundsound empfiehlt der Hersteller den Hörmodus SRS (Sound Retrieval System), denn dieser steuert die außen sitzenden Lautsprecher für die Effektkanäle phasenverschoben an.
Die Cinema Box VI besteht aus insgesamt 20 Lautsprechern, was in der Theorie zunächst imposant klingt, im Praxistest aber enttäuscht. Womit wir beim entscheidenden Kriterium angelangt sind: dem Klang.
