Deutsche Domain-Verwaltung nimmt Stellung zum Internetausfall

Denic: Schuld war unterbrochener Kopiervorgang

Am vergangenen Mittwoch fielen etwa zwei Drittel der de-Domains in Deutschland aus. Inzwischen nahm die zentrale Vergabestelle für deutsche Internetadressen Denic zum Fehler Stellung. Grund sei ein unterbrochener Kopiervorgang, der vom automatischen Sicherungsmechanismus nicht aufgefangen wurde.

Am frühen Nachmittag des 12. Mai 2010 fielen mehrere Name Server der Domain-Vergabestelle Denic aus. (Szenebild)
Am frühen Nachmittag des 12. Mai 2010 fielen mehrere Name Server der Domain-Vergabestelle Denic aus. (Szenebild)
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Ab etwa 13:30 Uhr erhielten viele Internet-Nutzer am Mittwoch, dem 12. Mai 2010, beim Aufruf einer deutschen Webadresse die Fehlermeldung "Server nicht erreichbar". Grund war ein Ausfall mehrerer DNS-Server der deutschen Domain-Verwaltung Denic, der das deutsche Internet für etwa zwei Stunden lahmlegte. Die Nameserver gaben bei Anfragen vieler Domain-Adressen eine Fehlermeldung aus, als gebe es die dazugehörigen Server nicht.

"Hintergrund dafür war, dass im Rahmen der regelmäßigen zweistündigen Aktualisierung der Nameservicedaten auf 12 der 16 Servicestandorte durch einen unterbrochenen Kopiervorgang die Verteilung einer nicht vollständigen Aktualisierung (sogenannte Zonendatei) angestoßen wurde", erklärte dazu die Denic in einem Blogeintrag. Der Kopiervorgang war nach etwa einem Drittel der Datensätze abgebrochen worden.

Notfallteam ersetzt die Zonendatei

Daraufhin wurde ein Notfallteam eingesetzt, um den Fehler zu analysieren. Die Techniker haben um etwa 14:20 Uhr die fehlerhaften Server abgeschaltet. Auch die Registrierungssysteme seien angehalten worden, da dort ungewöhnlich viele Anfragen vermeintlich freier Domains registriert wurden.

Ab 14:30 Uhr wurde die Zonendatei auf den abgeschalteten Servern aktualisiert. Sie enthielt somit wieder den vollen Datenbestand. Danach wurden die DNS-Server wieder in den Nameserververbund aufgenommen. Da sich die Daten erst weltweit auf alle Standorte verteilen mussten und die betroffenen Servicestandorte anschließend noch einmal neu gestartet wurden, dauerte der Vorgang bis etwa 15:45 Uhr.

Danach konnten die meisten Webmaster und Internet-Nutzer die Internetadressen wieder wie gewohnt aufrufen. Da einige Webspace-Anbieter die DNS-Daten zwischenspeichern, mussten sich manche Anwender noch ein wenig gedulden. So wurden durch die zweistündige Erneuerung des DNS-Cache auch nach der Reparatur noch einige Störungen bemerkt.

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