Facebook-Manager Elliot Schrage kündigt Verbesserungen an

Facebook: Vereinfachte Datenschutz-Einstellungen geplant

Immer häufiger gerät das soziale Netzwerk Facebook wegen mangelndem Datenschutz in Kritik europäischer Datenschützer. Nun lenkt das Unternehmen ein und möchte die Datenschutz-Einstellungen für seine Nutzer vereinfachen. Unklar ist jedoch, wie Facebook die neuen Einstellungen gestalten möchte.

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Bis ins kleinste Detail können Facebook-Nutzer einstellen, welche der Account-Daten sie veröffentlichen, welche sie nur für Freunde oder für die Freunde der Freunde sichtbar machen möchten. Auf mehreren Seiten muss der Anwender aus über 170 Optionen die passenden auswählen.

Da dies vielen Nutzern zu viele Möglichkeiten sind, lassen sie die Einstellungen oft wie sie sind. Facebook fügte mehrfach neue Optionen hinzu, durch die zuvor private Daten als Standard öffentlich zugänglich gemacht wurden. Mitglieder des sozialen Netzwerks mussten deshalb oft die Einstellungen ändern oder die Veröffentlichung akzeptieren.

Facebook-Manager Elliot Schrage teilte der Financial Times mit, dass das Unternehmen deshalb über eine vereinfachte Struktur nachdenke. "Ich denke, wir müssen einige Schritte zurück in eine andere Richtung gehen", sagte er dem Magazin, betonte aber auch, dass Facebook im Gegensatz zum Internet im allgemeinen durch die Einstellungen überhaupt über eine Kontrollfunktion verfüge.

Schwierige Balance zwischen Datenschutz und Verständlichkeit

Die Datenschutzregeln sollten präzise sein, aber auch die Verständlichkeit in den Einstellungen sollte nicht darunter leiden. So müsse das Unternehmen eine "schwierige Balance" zwischen den Wünschen der Datenschützer und den Nutzern wahren. "Vielleicht haben wir uns zu sehr entfernt von Einfachheit und Benutzerfreundlichkeit", sagte Schrage dazu.

Wie die Einstellungen zukünftig aussehen werden und wann Facebook mit der Umstellung beginnt, ist allerdings noch nicht bekannt. Es ist außerdem nicht zu erwarten, dass Facebook den lockeren Umgang mit dem Datenschutz gänzlich aufgibt. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg betonte bereits mehrfach, dass sich der Umgang mit der Privatsphäre unter den Nutzern stark gewandelt hätte.

Häufige Proteste von Datenschützern zeigen, dass dies wohl nicht der Fall ist. Immer mehr deutschsprachige Nutzer überlegen, ob sie sich vom sozialen Netzwerk abmelden sollten. Vier amerikanische Studenten entwickeln derzeit ein eigenes soziales Netzwerk, dass die Privatsphäre schützt und für jeden frei zugänglich sein wird.

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