HTC Wildfire im Kurztest: Android-Handy für 280 Euro

Android 2.1 und erweiterte Sense-Oberfläche

Als Betriebssystem kommt Google Android in der aktuellen Version 2.1 zum Einsatz. Wer schon einmal ein aktuelles HTC-Handy in den Händen hielt, wird auch mit der Bedienung des Wildfire keine Probleme haben: Die Steuerung ist logisch, konsequent und noch dazu grafisch ansprechend umgesetzt.

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Wie bei nahezu allen aktuellen HTC-Handys stülpt der Hersteller dem eigentlichen Betriebssystem die selbst entwickelte Bedienoberfläche mit dem Namen Sense über. Neben bereits bekannten Funktionen wie Friend-Stream und Footprints kommt im HTC Wildfire erstmalig die Funktion "App Sharing" zum Einsatz. Gefällt dem Wildfire-Besitzer eine Applikation aus dem Android Market besonders gut, kann er diese einem gespeicherten Kontakt per Knopfdruck übermitteln. Dieser wiederum gelangt dann automatisch zu der vorgestellten Software und kann sie sich bei Bedarf herunterladen.

Arbeitsgeschwindigkeit

Im Vergleich zu einem Snapdragon-befeuerten HTC Desire ist die Arbeitsgeschwindigkeit auf dem Wildfire ein gutes Stück geringer. Anwendungen öffnen sich mit einer leichten Verzögerung und auch beim Durchblättern der verschiedenen Startbildschirme kommt es zu Bedenkzeiten. Am deutlichsten meldet sich der Prozessor beim Wechsel der Bildschirmausrichtung vom Hoch- ins Querformat zu Wort. Diesen Vorgang erledigen üppig ausgestattete Smartphones deutlich schneller.

Grund hierfür ist ein vergleichsweise langsamer Qualcomm-Prozessor mit einer Taktrate von 528 Megahertz - ein Tribut an den günstigen Preis. Zum Vergleich: Im HTC Desire arbeitet ein Snapdragon-Prozessor mit einer Taktrate von einem Gigahertz. Mit einem Verkaufspreis von 500 Euro ist das Desire aber auch deutlich teurer als das Wildfire. Auch bei der Anzeige spart HTC: Das Wildfire bietet ein herkömmliches LC-Display mit einer vergleichsweise geringen Auflösung von 320 x 240 Bildpunkten. 

Fazit

Mit dem Wildfire stellt HTC ein vielversprechendes Smartphone vor. Die einfache Bedienung in Kombination mit einer umfangreichen Ausstattung machen das Gerät nicht nur für die vom Hersteller ins Auge gefasste Zielgruppe der Unter-Dreißigjährigen attraktiv.

Den günstigen Einstiegspreis von 280 Euro bemerkt der Nutzer vor allem am etwas trägen Prozessor und der Bildschirmauflösung. Laut Herstellerangaben kommt das Wildfire ab Juni in den Handel, zunächst in der auf den Fotos abgebildeten Farbe "Graphit". Weitere Farbgebungen wie Rot sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Den ausführlichen Test zum HTC Wildfire gibt es hier.

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