Mit über 40 Lautsprechern und Miniendstufen

Yamaha YSP-4000: Hochwertige Soundbar im Test

Yamaha bezeichnet die 1.300 Euro teure YSP-4000 nicht als Soundbar, sondern als Soundprojektor. Das wirkt angesichts der komplexen Technik mit über 40 kleinen Lautsprechern und ebenso vielen Miniendstufen angemessen – und überzeugt klanglich auf fast ganzer Linie. 

Über 40 digital angesteuerte Treiber können den Schall zielgerichtet bündeln und über Wände reflektieren.
Über 40 digital angesteuerte Treiber können den Schall zielgerichtet bündeln und über Wände reflektieren.

 

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Hier trifft die hochtrabende Bezeichnung Soundprojektor tatsächlich zu: Die edel aussehende Yamaha-Box bündelt mithilfe komplexer Technik die Schallwellen und reflektiert sie über die Wände zum Zuhörer und ersetzt so 5.1-Heimkinoanlagen. Yamaha nimmt hier eine Vorreiterrolle ein, schließlich präsentierten die Japaner bereits 2005 ihren ersten Soundprojektor.

Durch die ständige Verfeinerung der Technik ist es mittlerweile sogar möglich, Schall von hinten zu simulieren, wie netzwelt im Hörtest feststellt. Werfen wir zunächst einen Blick aufs Innenleben und die technischen Möglichkeiten des schicken Powerriegels, der in Schwarz und Silber lieferbar ist. 

Innenleben und Ausstattung 

Unter der Hülle steuern 40 digitale Zwei-Watt-Endstufen ebenso viele vier Zentimeter große Lautsprecher an, hinzu kommen noch zwei 20-Watt-Endstufen für die beiden außen sitzenden Tieftöner. Ein Prozessor verzögert einzelne Treiber und bündelt die Schallwellen, deren Stärke und Richtung sich steuern lässt. Mit dem System lassen sich bis zu fünf Kanäle gleichzeitig übertragen und auf den Hörplatz ausrichten. Die Soundbar erinnert ausstattungstechnisch stark an einen AV-Receiver, schließlich verfügt sie über einen UKW-Tuner, Upscaling analoger Videoquellen und gleich drei HDMI-Schnittstellen. 1080/24p-Signale werden selbst im Stand-by-Betrieb zum Bildschirm durchgeleitet.

Auf der Rückseite warten gleich drei HDMI-Schnittstellen.
Auf der Rückseite warten gleich drei HDMI-Schnittstellen.

Komplizierte Handhabung 

Die Zahl der manuellen Einstellmöglichkeiten im Bildschirmmenü ist enorm, was vor allem Tüftler freuen wird. Anfänger stehen angesichts der vielen Einstelloptionen allerdings wie der Ochs vorm Berg und sind schnell überfordert. Auch die Aufstellung gestaltet sich nicht einfach: Dummerweise ist die YSP-4000 zu schmal, um den Fernseher auf sie zu stellen, andererseits aber auch zu hoch, denn vor dem Fernseher liegend würde sie einen Teil des Bildes verdecken. Bleibt nur die Wandmontage oder ein Rack, das unterhalb des TVs genügend Platz für die 103 Zentimeter breite Soundbar bietet. 

Top: Surroundklang 

Bei der von Yamaha "IntelliBeam" genannten Einmessmethode kommt ein im Lieferumfang inbegriffenes Mikrofon zum Einsatz. Dabei werden die Platzierung der Reflexionspunkte, der Pegel sowie die Frequenzgänge optimiert. Dieser enorme Aufwand macht sich bezahlt: Die YSP-4000 schafft es im Hörtest tatsächlich, Surroundklang zu simulieren. Mehr noch: Sie ist sogar dazu in der Lage, auch seitlich sitzende Zuhörer in den Genuss ortbarer Effekte von hinten zu bringen – das schaffen nur die allerwenigsten Soundbars. Allerdings – auch das muss gesagt werden – bleiben die Surroundeffekte selbst bei dieser hochentwickelten Soundbar hinter denen eines echten 5.1-Systems zurück – sie klingen dünner und nicht so präzise. Am besten funktionieren die Effekte in rechtwinkligen, eher sparsam möblierten Räumen.

 Das mitgelieferte Einmessmikrofon passt die Soundbar perfekt an die Raumverhältnisse an.
Das mitgelieferte Einmessmikrofon passt die Soundbar perfekt an die Raumverhältnisse an.

Zudem stellte netzwelt beim Testen fest, dass man relativ nah an der Rückwand sitzen sollte. Was generell negativ auffällt, ist der zu schwache Bass. Deshalb sollte man einen zusätzlichen Subwoofer an die Yamaha hängen, dann klappt es auch mit dem Tiefbass. Im Stereo-Modus kommt nur ein kleiner Teil der 40 Lautsprecher zum Einsatz, weshalb Musik etwas schwachbrüstiger klingt. Für mehr Volumen sorgt im Stereobetrieb der „My Surround“-Modus, bei dem alle Lautsprecher aktiv sind. Die Höhen klingen dann allerdings etwas zu dumpf. 

Fazit: Hightechsound für Fortgeschrittene 

Ein tolles System, das Yamaha hier auf die Beine gestellt hat – der präzise, dynamische Raumklang aus nur einer Box fasziniert, kommt allerdings nicht an echte 5.1-Systeme heran. Abschreckend wirkt neben der komplizierten Bedienung nur der fehlende Tiefbass, aber den kann man durch einen externen Subwoofer aufmöbeln. Im Internet kann man die Yamaha YSP-400 übrigens schon für unter 1.000 Euro bestellen.

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Beiträgeinsgesamt 4 Beiträge

Hallo, ich habe einen YSP-4000, aber bei mir werden alle Programme außer Sky-HD1 über HDMI transportiert. Bei Sky-HD1 bleibt bei den meisten Filmen das Bild und der Ton weg. Laut Sky, ein Problem des YSP mit der...

Schenken? Da wäre ich auch dabei ;-) Ich habe das Vorgängermodell mal auf der IFA probegehört. Ist definitiv kein echter Surroundklang, aber genauso definitv eine echt schöne und praktische Angelegenheit seinem...

Eine überlegung wäre es sich wert wenn da der Preis nicht wäre. Vorteilhaft ist die Yamaha schon da man keine kilometer Kabel in der Wohnung verlegen muss.

Schade das sowas so teuer ist - würd ich gerne haben :) mag mir das jemand schenken ??

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