Spieleentwickler unzufrieden mit neuem Abrechnungssystem
Streit: Facebook droht FarmVille rauszuwerfen (Update)
Es war eine Kooperation der Giganten: Farmville gilt als eines der populärsten Online-Spiele, Facebook ist das erfolgreichste soziale Netzwerk weltweit. Nun könnte es allerdings sein, dass Farmville von der Facebookseite verschwindet. Der Grund: Geldstreitigkeiten.

Inhaltsverzeichnis
- 1Rund 150 Million Dollar jährlich mit FarmVille
- 2Das Spiel würde nur die Webseite wechseln
- 3Update 19. Mai 2010: Einigung zwischen FarmVille und Facebook
Die neuen Facebook-Richtlinien gegenüber Unternehmen und Entwicklern sehen vor, dass Facebook 30 Prozent aller finanziellen Transaktionen erhält, die über seine Seite laufen. Ein Schritt, der viele Geschäftspartner verärgert hat, darunter auch Zynga, das Sart-up aus Kalifornien, das FarmVille entwickelt hat.
Rund 150 Million Dollar jährlich mit FarmVille
FarmVille ist kostenlos, allerdings können Spieler virtuelle Güter mit richtigem Geld kaufen. Seit der Veröffentlichung im Jahr 2007 hat Zynga rund 150 Millionen Dollar im Jahr eingenommen, schätzt Times Online.
Der britischen Zeitung zu Folge habe Facebook sogar versucht, Zynga dazu zu zwingen, FarmVille hauptsächlich über Facebook anzubieten. Im Gegenzug habe Zygna gedroht, Facebook zu verlassen. Allerdings habe der Spieleentwickler versucht, diese Drohung wieder rückgängig zu machen. Nun scheint es Facebook zu reichen. Das soziale Netzwerk hat sich scheinbar dazu entschieden, Zynga rauszuwerfen, mitsamt den beliebten Spielen Mafia Wars, FishVille und Cafe World.
Das Spiel würde nur die Webseite wechseln
Damit würde das Spiel aber nicht vom Markt verschwinden: Letztes Jahr hat Zynga eine eigene Seite für das Spiel veröffentlicht. Zudem überlege der Spieleentwickler ein eigenes soziales Netzwerk aufzubauen.
FarmVille ist ein comicartiges Universum, bei dem die Spieler einen Bauernhof aufbauen und betreiben, Tiere großziehen, Früchte ernten. Rund 83 Millionen Menschen weltweit spielen das Spiel im Monat. Dem Marktforschungsunternehmen Hitwise zu Folge sind Spiele wie FarmVille einer der Hauptgründe für den Erfolg sozialer Netzwerke, insbesondere für Facebook.
Update 19. Mai 2010: Einigung zwischen FarmVille und Facebook
Das beliebte Netzwerk-Spiel FarmVille verlässt Facebook nun doch nicht. Der Spieleentwickler Zynga und das soziale Netzwerk haben stattdessen einen Fünf-Jahres-Vertrag über eine strategische Zusammenarbeit abgeschlossen, teilte Facebook mit. Die Übereinkunft biete ein solides Fundament für die Zusammenarbeit, heißt es weiter. Facebook wolle zudem noch mehr Spiele von Zynga auf seinem Portal anbieten.
"Wir freuen uns über die Langzeit-Bindung an Facebook", sagte Mark Pincus, Gründer und CEO von Zynga. Facebook sei 2007 ein Pionier bei der Öffnung seiner Plattform für Spiele gewesen. Derzeit testet Zynga Facebook-Credits in ausgewählten Spielen. Dabei können zusätzliche Funktionen gekauft werden. Zygna hat angekündigt das Angebot in den nächsten Monaten auf andere Spiele ausweiten. Details über die Konditionen der Zusammenarbeit wurden nicht bekannt gegeben.

Also wenn das soziale Netzwerk hat sich nur "scheinbar" dazu entschieden hat, Zynga rauszuwerfen (wie es im Artikel steht), dann ist das ja alles wohl nur heisse Luft. Wenn da allerdings "anscheinend" stehen...
Nein, beides zieht sich magisch an...
Facebook wäre also doof wenn es FarmVille gehen lassen würde!!! Doof und geldgeil,beides schließt sich absolut nicht aus. ;)