Wie ein Prozessor funktioniert

Netzwelt-Wissen: CPU-Technik und Architektur

Schnelle Prozessoren sind das Herzstück des Computers: Sie haben es erst möglich gemacht, 3D-Spiele oder komplizierte Simulationen in wenigen Sekunden durchzuführen. In den meisten Heim-PCs sind Modelle von Intel oder AMD verbaut. Netzwelt erklärt, wie die Chips eigentlich arbeiten.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Konzept von John v. Neumann
  2. 2Steuereinheit und Rechenwerk
  3. 3Daten aus dem Speicher lesen
  4. 4Kommunikation über Adress-/Datenbus
  5. 5Intel x86: Herrscher im Consumer-PC
  6. 6PowerPC und ARM-Prozessoren
  7. 7Für Spezialisten: Sun SPARC und andere
  8. 8Zukunft gilt den Quanten-CPUs
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Die IT-Branche lebt seit Jahren nach dem Mooreschen Gesetz: Alle 18 Monate verdoppelt sich die Zahl von Schaltungen eines Prozessors, was meist mit einer deutlich höheren Geschwindigkeit einhergeht. Damit sind viele Computer schon beim Kauf veraltet – oft bieten die großen Hersteller Intel und AMD bereits ein nachfolgendes Modell an, wenn Dell & Co. erst mit dem Einbau eines Prozessors beginnen. Möglich wird diese rasante technische Entwicklung durch immer bessere Fertigungstechniken, effizientere Materialien und neue Technologien.

Der Prozessor, die sogenannte Central Processing Unit, ist das wichtigste Bauteil jedes modernen Computers. Ohne ihn geht nichts – er ist Hirn und Herz des Computers. Dort werden die Prozesse gesteuert und kommen alle Ein- und Ausgabegeräte zusammen. Die CPU verbraucht die meiste Energie und produziert die meiste Wärme, sie macht den größten Unterschied zwischen einem langsamen und schnellen Gerät aus.

Konzept von John v. Neumann

Das grundlegende Bauprinzip jedes modernen Prozessors wurde schon weit vor dem kommerziellen Erfolg des Computer entwickelt: John von Neumann hat die Idee eines universelles Rechners erfunden, der sich in vier Hauptbereiche gliedert. Sie kann beliebige Prozesse der Reihe nach abarbeiten, ohne dass die Hardware für die spezifischen Aufgaben jedes Mal erneut angepasst oder optimiert werden muss. Die Idee wurde 1949 erstmals beim US-Militär realisiert.

Zunächst gliedert sich die Von-Neumann-Bauweise in Steuereinheit und Rechenwerk. Dazu kommt ein Speicher, in dem die Befehle der Prozesse und verarbeitete Daten abgelegt werden. Jetzt fehlt nur noch eine Schnittstelle zur Ein- und Ausgabe über weitere Bauteile. Damit diese vier Blöcke miteinander arbeiten, kommunizieren sie über ein einheitliches Bus-System. Was hier sehr einfach klingt, wird in Prozessoren mittels mehrerer Millionen Schaltungen umgesetzt.

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