3D-Brille statt Lesebrille

Printmarkt: Der "Playboy" erscheint in 3D

Printmarkt: Der "Playboy" erscheint in 3D Da wird die Lesebrille gern mit der 3D-Brille getauscht: Der amerikanische Playboy und die englisch-sprachige Zeitung "The Straits Times" aus Singapur sind erstmals in 3D erschienen. In der Juni-Ausgabe des Männermagazins wird das Playmate des Monats quasi aus der Seite steigen.  

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"Was würden die Leute am liebsten in 3D sehen?"

Für Playboygründer Hugh Hefner gehören 3D und Männermagazine wie selbstverständlich zusammen. "Was würden die Leute am liebsten in 3D sehen", fragte er laut der amerikanischen Online-Zeitung Huffington Post. "Wahrscheinlich eine nackte Frau." So enthält die Juni-Ausgabe des amerikanischen Playboys auch eine 3D-Brille, damit Leser das Poster in der Mitte des Heft in all seinen Facetten betrachten können.

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Auch die heutige Ausgabe der Straits Time aus Singapur bietet als außergewöhnliches Extra eine zusätzliche Dimension. Verstreut über die Zeitung finden sich Fotos, Infografiken und Werbung in 3D. Um die insgesamt 30 Elemente auch dreidimensional erleben zu können, wird auch diese Zeitung mit einer 3D Brille geliefert.

Das Spiel ist noch lange nicht aus

"Unser Ausflug in 3D-Veröffentlichungen ist ein weiteres Beispiel dafür, dass das Spiel für Print noch lange nicht aus ist", sagte Leslie Fong, der Marketing-Vizepräsident von "The Straits Times". Auch der Editor des Playboys begründete den Schritt mit der aktuellen Medienkrise: "In der heutigen Printumgebung muss man am Zeitungsstand herausstechen", sagte Jimmy Jellinek. Der Huffington Post zu Folge sank die Auflage des amerikanischen Playboys von 3,15 Millionen im Jahr 2006 auf derzeit 1,5 Millionen. Größter Konkurrent des Magazins sei das Internet.

Doch noch sei der Prozess der 3D-Bearbeitung sehr zeit- und kostenaufwendig, erklärte die Artdirektorin der "Straits Times". Für das Bild des Films Toy Story 3 dauerte allein die Aufbereitung 1,5 Stunden. Allerdings erhielten die 1,4 Millionen Leser durch das neue Angebot eine völlig neue Perspektive auf die Inhalte.

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