GEMA bestreitet Kontakt mit Apple wegen Urheberrechtsabgabe

Apple: Deutscher Zuschlag für das iPad zurückgezogen

Verwirrung unter deutschen iPad-Interessenten: Nachdem in der letzten Woche Preise ab 479 Euro kursierten, verriet Apple am Freitag, dem 7. Mai 2010, in einer Pressemitteilung, dass sich die Preise für das Einstiegsmodell auf 514 Euro belaufen werden. Eine Stunde nachdem Apple das iPad zum Vorbestellen im deutschen Apple Store freigab, änderte das Unternehmen die Preise erneut und zog 15 Euro für einige Modelle ab.

Das Apple iPad: In Europa bislang nur als Foto erhältlich.
Die Urheberrechtsabgabe auf das iPad entfällt laut Apple und GEMA.
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Apple begründete die zuerst benannten Preise, die etwa 15 Euro höher ausfielen als in anderen europäischen Ländern, mit einer zu zahlenden Urheberrechtsabgabe. Die Abgabe "PC ohne Brenner" solle für alle iPad-Modelle in Deutschland anfallen. Inzwischen zog das Unternehmen bei einigen Modellen die Mehrkosten zurück und verkauft seitdem das iPad ab 499 Euro. "Wir haben an diesem Wochenende herausgefunden, dass das iPad nicht der deutschen Urheberabgabe unterliegt, wie wir zuvor angenommen haben", erklärte dazu Apple-Chef Steve Jobs gegenüber dem Blog Macerkopf.

GEMA: "Wir wollen nicht als Sündenbock herhalten"

Doch die iPad-Modelle mit 64 Gigabyte Speicher sind hierzulande immer noch 15 Euro teurer als in anderen Ländern. Die Verwertungsgesellschaft GEMA bestreitet aber, dass sie den Preisaufschlag von Apple verlangt hätte. "Wir wollen nicht als Sündenbock herhalten", sagte GEMA-Direktor Urban Pappi gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Tatsächlich gebe es eine Urheberrechtsabgabe "Personal Computer ohne Brenner", die sich bei Geräten ab 40 Gigabyte Speicher auf 12,15 Euro beläuft.

Unklar sei aber, ob das iPad überhaupt in diese Gerätekategorie falle. Die Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) soll laut der GEMA künftig einen eigenen Tarif für das iPad aufstellen. "Die Voraussetzungen hierfür liegen aber derzeit noch nicht vor."

Am Montag vormittag war die deutsche Webseite von Apple teilweise nicht zu erreichen. Der Apple Store sei überlastet gewesen, da zu viele Kunden auf einmal den neuen Tablet-PC vorbestellen wollten. So verspricht das iPad trotz hoher Preise ein großer Erfolg zu werden. Laut einer Statistik von Yahoo sollen typische iPad-Käufer allerdings zwischen 35 und 44 Jahre alt sein und über ein überdurchschnittlich hohes Einkommen verfügen.

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