Was halten Sie von Kirchhofs Neuordnung der Rundfunkgebühren?

Sonntagsfrage: Einheitliche GEZ-Abgabe für alle?

Die GEZ-Gebühr soll reformiert werden. Auf Vorschlag des Heidelberger Verfassungsrechtlers Paul Kirchhof soll es stattdessen eine einheitliche Gebühr pro Haushalt geben, egal ob Fernseher, Radios oder Computer vorhanden sind. Möglicher Start wäre bereits 2013. 

Fernseher
Mit der einheitlichen Haushaltsabgabe wäre es egal, ob ein Haushalt über Fernseher, Radios oder internetfähige Geräte verfügt - alle zahlten gleich viel.

Im Auftrag von ARD, ZDF und Deutschlandradio hat der Verfassungsrechtler Paul Kirchhof ein Konzept zur Reformierung der Rundfunkgebühren erarbeitet. In dem 85-seitigen Bericht schlägt er eine einheitliche Abgabe pro Haushalt vor. Nur Unternehmen sollen gestaffelte Beiträge je nach Mitarbeiterzahl oder Firmenfahrzeugen zahlen. Im Gegenzug sollen öffentlich-rechtliche Sender ganz auf Werbung und Sponsoring verzichten. Damit würden sie sich noch deutlicher von den privaten Sendern unterscheiden, die sich ausschließlich über Werbung finanzieren. 

Was halten Sie von Kirchhoffs Vorschlag zur Neuordnung der Rundfunkgebühren?

1. Eine einheitliche Abgabe finde ich absolut sinnvoll. Endlich Schluss mit den Hausbesuchen der GEZ-Beauftragten, endlich Transparenz und Übersichtlichkeit. 2. Ich finde die bisherige Lösung sinnvoll, jeder zahlt nur das, was er auch nutzt, also Internet oder Radio oder Fernseher. Ehrlichkeit gehört wie bei der Steuererklärung dazu. 3. Ich lehne Kirchhoffs-Modell ab. Ich schaue mir das Programm der öffentlich-rechtlichen Sender nicht an und jetzt soll ich eine Zwangsabgabe zahlen!? 4. Ich lehne Kirchhoffs-Modell ab. Für gute Programme ohne Werbung kann ich Sky abonnieren. 5. Auf jeden Fall, wir brauchen eine unabhängige Grundversorgung durch die öffentlich rechtlichen Medien - ohne Werbung wie in anderen Ländern auch. 6. Weiß nicht, was sagen die anderen?

"Kein Euro mehr, kein Euro weniger"

Kirchhof zu Folge zahle nach der Umstellung niemand drauf. "Kein Euro mehr, kein Euro weniger, das ist kein verkapptes Erhöhungsprogramm", sagte Kirchhof dazu gegenüber der Zeit. Auch solle der Etat der öffentlich-rechtlichen Sender nicht gekürzt werden. Weitere Änderungen soll es bei der Gebührenbefreiung geben. Hartz-IV-Empfänger sollen die Gebühr auch zahlen, die Ausgaben allerdings über ein erhöhtes Wohngeld wieder zurückbekommen. 

Derzeit zahlen rund 42,5 Millionen Hörer und Zuschauer der öffentlich-rechtlichen Medien monatlich einen Beitrag, dessen Höhe von der Anzahl und der Art der Empfangsgeräte im Haushalt abhängt. So sind für Radios und internetfähige Geräte wie Computer oder Handys 5,76 Euro pro Monat an die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) zu zahlen. Ein einzelnes Fernsehgerät kostet monatlich 17,98 Euro. Dadurch kommen rund 7,3 Milliarden Euro im Jahr zusammen, mit denen die Programme der ARD und sämtliche dritte Programme sowie das ZDF finanziert werden. 

Besuche der GEZ-Beauftragten wären damit überflüssig

Weil die Angabe bislang von einer Selbsterauskunft abhängt, versuchen viele Medienkonsumenten sich um die Abgaben zu drücken, weshalb deutschlandweit GEZ-Beauftragte unangekündigte und unbeliebte Hausbesuche machen. Dies wäre durch das neue System überflüssig. Zur Erhebung der Gebührenzahler würden die Daten des Einwohnermeldeamtes reichen. Damit würden allerdings auch diejenigen zur Kasse gebeten, die keinen Fernseher besitzen, weil sie zum Beispiel bewusst darauf verzichten. Kirchhoff sieht darin keine rechtlichen Bedenken, denn in der Informationsgesellschaft profitiere inzwischen jeder Mensch täglich vom journalistischen Angebot von ARD und ZDF.

Bereits am 9. Juni wollen die Ministerpräsidenten der Länder über das Gutachten beraten. Bei einer Zustimmung, würde die neue Gebührenordnung Anfang 2013 in Kraft treten. Die Sender ARD und ZDF begrüßten den Reformvorschlag als geeignete Maßnahme gegen die "beginnenden Erosion bei den Gebühreneinnahmen". Die Ausgestaltung bedürfe allerdings noch an vielen Stellen der Konkretisierung durch den Gesetzgeber, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung.

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Beiträgeinsgesamt 9 Beiträge

Diesem Schundverein überhaupt was zu zahlen, ist ja schon schlimm genug. Nun müssen auch Leute zahlen, die die Angebote des ARD, ZDF und WDR garnicht nutzen? Die Machenschaften und Geschäftspraktiken der GEZ stehen...

Auf keinen Fall darf es diese Zwangsabgabe geben. Was beim Fernsehen tagtäglich geboten wird -Wiederholungen,Werbung großzügige Gewinnverteilung bei immer mehr Quizsendungen und bei fast allen Radioprogrammen nur...

GEZ Steuern sollte man einfach mit zu den Steuerlichen abgaben beim Lohn hinzufügen. Ich mein wir haben ja auch noch ne Kirchensteuer und ein großteil der Leute hat doch mit Kirche garnichts mehr am Hut, ausser der...

Ironie: Lasst die GEZ nicht sterben, ich würde die Sendung vermissen, wo zwei Kunst Profis die Kellerschätze der Leute bewerten. Aber solchen Schrott muss es ja geben....

Ich bezahle gern für die Sendungen, die anschaue. Ich sehe aber in keiner Weise ein, dass ich diesen ganzen Fernsehschrott der da den ganzen Tag bei ARD, ZDF, den Dritten usw. über die Scheibe...

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