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Canon Powershot SX210 IS im Test: Kompaktkamera mit 14-fachem Zoom
Durchschnitts-Bildsensor liefert überdurchschnittliche Bildqualität

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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Großer Zoom und gute Bildqualität: Zwei gewichtige Argumente mit denen die Canon Powershot SX210 IS für sich werben kann. Die Kompaktkamera mit umfangreicher Ausstattung lässt im Test viele vergleichbare Modelle hinter sich, weist allerdings auch einige Mängel auf.

Kompakte Kamera mit großem Zoom: Die Canon Powershot SX210 IS verfügt über ein Objektiv mit 14-facher Vergrößerung. Zusätzlich verfügt die umfangreich ausgestattete Digitalkamera über einen optischen Bildstabilisator und ein drei Zoll großes Display. Sie nimmt HD-Videos auf, lässt sich komplett manuell steuern und überzeugt mit einer guten Bildqualität.

Großer Zoombereich und Durchschnitts-Bildsensor

Der CCD-Bildsensor der Canon Powershot SX210 IS liefert Bilder mit einer Auflösung von 14,1 Megapixeln. Mit 1/2,3 Zoll fällt er zwar genauso groß aus, wie die Chips in den meisten Kompaktkameras, doch liefert er in Zusammenarbeit mit dem Digic-4-Bildprozessor eine bessere Bildqualität.

Für eine Kompaktkamera verfügt die Powershot SX210 IS über einen sehr großen, 14-fachen Zoombereich. Die ins Kleinbildformat umgerechnete Brennweite reicht von 28 bis 392 Millimetern. Der optische Bildstabilisator unterstützt den Nutzer dabei auch bei schlechten Lichtverhältnissen Aufnahmen mit möglichst wenig Verwacklungen aufzunehmen. Seine Brennweite ändert das Objektiv angenehm zügig. Da die Kamera ständig die Autofokus anpasst, stellt sie Motive sehr schnell und präzise scharf - der Fotograf muss nur darauf achten den Mindestabstand einzuhalten.

Die Canon Powershot SX210 IS bietet dem Fotografen neben einer Vollautomatik noch eine "Easy Automatik" in der der Nutzer nur den Blitz ein- und ausschalten kann. Zusätzlich stehen gespeicherte Einstellungen für 16 Aufnahmesituationen und zahlreiche Fotoeffekte zur Auswahl. Fortgeschrittene Nutzer freuen sich über Programm-, Zeit- und Blendenautomatik sowie die komplett manuelle Steuerung - wobei mit der manuellen Fokussierung nur eine ungenaue Scharfstellung möglich ist.

Auf der Rückseite der Powershot SX210 IS befindet sich ein drei Zoll großer Bildschirm im 16:9-Format. Die Anzeige mit einer Auflösung von nur 230.000 Pixeln dient zur Kontrolle der Aufnahmen und als Sucher. Sie deckt sowohl bei Film- als auch bei Fotoaufnahmen das gesamte Bildfeld ab. Bei direkter Sonneneinstrahlung spiegelt der Monitor sehr stark und der Blickwinkel verringert sich von rund 170 Grad auf maximal 30 Grad.

Bedienung: Angenehm, aber mit zwei Schnitzern

Die Bedienung der Canon Powershot SX210 IS ist größtenteils mit einer Hand möglich, gestaltet sich jedoch mit zwei Händen deutlich bequemer. Das schwergängige Moduswahlrad, das sich wie alle Bedienelemente auf der rechten Seite der Kamera befindet, lässt sich nur drehen, wenn der Fotoapparat zusätzlich fest gehalten wird. Dafür weisen die anderen Tasten angenehm klare Druckpunkte auf. Die Aufnahmetaste für Filme kann der Nutzer mit anderen Funktionen belegen. Die Videoaufzeichnung startet er dann im Filmmodus mit einem Druck auf den Auslöser.

Canon Powershot SX210IS im Test

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Objektiv mit 14-fachem Zoom.

Allerdings sind Canon zwei grobe Schnitzer unterlaufen. Die Zoomwippe ist miserabel. Sie fühlt sich nicht nur unangenehm an, sondern reagiert auch ungenau auf Eingaben. Zudem verzichtete der Hersteller beim Vier-Wege-Drehring der Powershot SX210 IS auf die Beschriftung. Nur kurz nach dem Start blendet die Kamera die Belegung der Druckpunkte auf dem Bildschirm ein. Später muss der Nutzer sich auf sein Gedächtnis verlassen oder ausprobieren. Das sich der Blitz beim Einschalten der Kamera automatisch öffnet mögen dagegen einige Fotografen praktisch und andere für überflüssig halten.

Die Navigation durch das übersichtliche Hauptmenü der Kamera stellt kein Problem dar. Mit den Direktwahl-Tasten und über das Aufnahmemenü, das nach einem Druck auf die "Func.Set"-Taste erscheint, passt der Fotograf schnell die Einstellungen für das nächste Foto an. Auch die komplette manuelle Auswahl der Belichtungswerte gestaltet sich für eine Kompaktkamera angenehm einfach.

Bildqualität: Besser als der Durchschnitt

Trotz des gleich großen Bildsensors liefert die Canon Powershot SX210 IS eine Bildqualität, die deutlich über dem Durchschnitt anderer Kompaktkameras liegt. Großen Anteil hieran hat das geringe Bildrauschen. Bei einer Lichtempfindlichkeit von ISO 400 lassen sich nur sehr leichte Störungen ausmachen, wenn der Nutzer das Bild in Originalgröße betrachtet. Aber selbst bei maximaler Lichtempfindlichkeit von ISO 1.600 eignen sich die Bilder, wenn man sie auf ein Viertel der Originalgröße verkleinert, noch für den Gebrauch im Internet oder für Abzüge.

Darüber hinaus überzeugen die Aufnahmen mit natürlich wirkenden Farben, deutlichen Kontrasten, klaren Konturen und einer hohen Detailgenauigkeit. Eine Vignettierung tritt nur bei Verwendung des Blitzlichts auf. Bei Aufnahmen mit dem Blitz muss der Fotograf genügend Abstand zum Motiv einhalten, da das Objektiv einen Schatten wirft. Im Test war bei kleinster Brennweite ein Abstand von einem Meter nötig. Für Makro-Aufnahmen sollte der Nutzer den Blitz also besser abschalten.

Canon Powershot SX210 IS Testbilder

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Zimmerbeleuchtung aus, Blitz ein: ISO 640, Blende 3.1, 1/15 Sekunde.

Videos zeichnet die Powershot SX120 IS in HD-Auflösung mit 1.280 x 720 Pixeln auf. Während der Filmaufzeichnung steht der komplette 14-fache optische Zoom zur Verfügung. Die bewegten Bilder weisen eine ähnlich gute Qualität wie die Fotos auf. Sie übertreffen die Aufnahmen vieler günstiger Camcorder. Sie bieten natürlich wirkende Farben, viele Details, klare Konturen sowie einen angenehmen und sinnvollen Autofokus. Allerdings benötigt der automatische Weißabgleich vergleichsweise lange, um die Belichtungseinstellungen an Änderungen der Lichtverhältnisse anzupassen.

Die zwei Mikrofone auf der Oberseite der Kamera liefern einen gut verständlichen Stereo-Ton. Zoomgeräusche sind leise zu hören, wenn sich das Objektiv bewegt. In der Regel übertönen die Umgebungsgeräusche sie aber.

Gehäuse mit wenig Halt

Das sauber verarbeitete und robust wirkende Metallgehäuse der Canon Powershot SX210 IS liegt zwar gut in der Hand, aber für einen ganz sicheren Halt fehlt eine Ablagefläche auf der Rückseite und ist die Vorderseite zu rutschig. Vor dem Herunterfallen schützt das Anlegen der mitgelieferten Handgelenksschlaufe.

Als Speichermedien akzeptiert die SX210 IS SD-, SDHC- und SDXC-Speicherkarten. Die Stromversorgung stellt ein Lithium-Ionen-Akku sicher. Die Kamera verfügt über zwei Anschlüsse: Eine HMDI- und eine kombinierte USB- und AV-Schnittstelle.

Fazit: Noch lange nicht perfekt, aber trotzdem sehr gut

Canon bietet mit der Powershot SX210 IS eine Kompaktkamera mit umfangreicher Ausstattung an, die sehr gute Bilder liefert und angenehm zu bedienen ist. Nutzer die über die Mängel bei der Konstruktion hinweg sehen können erhalten mit der SX210 IS einen Fotoapparat mit fairem Preis-Leistungs-Verhältnis, der zu den Spitzenmodelle im Kompaktbereich gehört.

Canons unverbindliche Preisempfehlung für Powershot SX210 IS, die neben Purpur auch in Schwarz und Gold erhältlich ist, beträgt 349 Euro. Im Internet bieten Händler die Kamera bereits für rund 290 Euro an.

Kommentare zu diesem Artikel

Großer Zoom und gute Bildqualität: Zwei gewichtige Argumente mit denen die Canon Powershot SX210 IS für sich werben kann. Die Kompaktkamera mit umfangreicher Ausstattung lässt im Test viele vergleichbare Modelle hinter sich, weist allerdings auch einige Mängel auf.

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  • Berner schrieb Uhr
    AW: Canon Powershot SX210 IS im Test: Kompaktkamera mit 14-fachem Zoom

    Falsch dargestellt: "Nur kurz nach dem Start blendet die Kamera die Belegung der Druckpunkte auf dem Bildschirm ein. Später muss der Nutzer sich auf sein Gedächtnis verlassen oder ausprobieren." Korrekt: Legt man leicht (!) den Daumen flach auf den Vier-Wege-Drehring, so erscheint dessen Belegung im Display. Wieso steht das immer noch unkorrigiert im Artikel. NETZWELT macht sich mit solchen Fehlbeurteilungen lächerlich, solange diese nicht korrigiert werden. Und wieso findet man dieses Feature, für das man nicht einmal die Anleitung lesen muss, beim Test nicht heraus? Technisches Verständnis Mangelware bei den Testern? Oder mangelt's schon beim Lesen der Anleitung?
  • Horst F schrieb Uhr
    AW: Canon Powershot SX210 IS im Test: Kompaktkamera mit 14-fachem Zoom

    Die kamera selbst ist gut, Abstriche muss man leider bei dem Akku hinnehmen. Wäre der stärker, bekäme die kamera ein sehr gut von mir.

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Canon Powershot SX210 IS im Test: Kompaktkamera mit 14-fachem Zoom
Canon Powershot SX210 IS im Test: Kompaktkamera mit 14-fachem Zoom
Canons Kompaktkamera Powershot SX210 IS verfügt nicht nur über eine umfangreiche Ausstattung mit 14-fachem Zoom, sondern überzeugt auch mit einer hervorragenden Bildqualität.
http://www.netzwelt.de/news/82637-canon-powershot-sx210-is-test-kompaktkamera-14-fachem-zoom.html
2010-05-05 16:13:00
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