Mini-Generator in Schuhsohle

Gadget Globus: Strom aus dem Sportschuh

Laufen verbraucht eine Menge Energie, die bislang außer zum Kalorienverbrennen kaum genutzt werden konnte. Das soll ein neuer Schuh eines amerikanischen Dozenten ändern, mit dem sich kleine Mengen an Strom erzeugen lassen. Genug, um zum Beispiel ein Blinklicht oder ein Ortungsgerät zu betreiben.

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Schuh
Dieser Schuh verkleinert unseren ökologischen Fußabdruck. (Quelle: Louisiana Tech University)

Die Idee dazu hatte Ville Kaajakari, Dozent an dem Louisiana Tech University. Seine innovative Technologie basiert auf neuartigen Stromkreisen, die Ladung, die aus der Biegung der Sohle entsteht, effektiv in nutzbare Spannug verwandelt. Diese Ladung wird auch piezoelektrische Ladung genannt. Sie entsteht durch die Änderung der elektrischen Polarisation, wenn Festkörper elastisch verformt werden. Im Fall von Kaajakari ist das die Sohle des Schuhs. Der Strom kann genutzt werden, um Batterien aufzuladen oder um elektrische Geräte direkt mit Strom zu versorgen.

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Irgendwann sollen damit Handys aufladen werden

"Von dieser Technologie könnten Wanderer profitieren, die Signale für ihre Ortung im Notfall aussenden müssten oder um Blinklichter zu betreiben," sagte Kaajakari. "Was wahrscheinlich mehr gefragt ist, ist die Nutzung als Energiequelle für tragbare Geräte anstelle umweltschädlicher Batterien." 

Bislang konnte diese Energie nicht genutzt werden, da der Verlust beim Umwandeln zu groß war und die Anwendungen zu viel Strom verbrauchten. Kaajakaris Durchbruch nutzt günstige Plastikstromumwandler mit einer metallenen Oberfläche, um den Strom zu leiten. Der Vorteil dabei ist, dass die Plastikgeneratoren weich und stabil zugleich sind, im Unterschied zu konventionellen Keramikumwandlern. Zudem fügen sie sich perfekt in eine Schuhsohle ein. Die Plastikumwandler werden einfach in einen Teil der herkömmlichen Sohle eingebaut, ohne den Tragekomfort zu beeinträchtigen. 

Kaajakari zu Folge sollen mit dem Schuhgenerator irgendwann auch Funksensoren oder GPS-Empfänger betrieben werden. "Am Ende soll die Technik so weit entwickelt sein, dass wir andere tragbare Geräte wie Handys aufladen können," sagte Kaajakari. Der Gadget Globus der letzten Woche bei Netzwelt.de.

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