Bereits ab Juni Werbung in iPhone-Anwendungen
Apple iAd: Millionen für "kreative" Werbung
Schneller, besser, schöner: Die Welt von Apple ist von Superlativen geprägt. So kann der iPhone-Hersteller auch mit deftigen Preisen in die App-Werbung einsteigen. Knapp eine Million Dollar sollen Werbetreibende für Anzeigenpakete auf den mobilen Geräten zahlen, schreibt das Wall Street Journal.

Entsprechend der Apple Produktserie nennt sich die Werbung in Anwendungen iAd. Quellen des Wall Street Journals zu Folge sollen die Preise für die ersten Anzeigenpakete bis zu zehn Millionen Dollar betragen. Dadurch soll es nur einer Hand voll an Werbetreibenden möglich sein, an dem Start der Werbung in Anwendungen teil zu haben. Branchenexperten zu Folge betragen marktübliche Tarife für vergleichbare mobile Angebote zwischen 100.000 bis 200.000 US-Dollar.
Apple verlangt von den Werbetreibenden einen Cent pro ausgeliefertem Banner. Das werbende Unternehmen zahlt also für jeden Konsumenten, der sich die Werbung ansieht, einen Cent. Ein Klick auf das Banner soll Apple zwei Dollar einbringen. Diese Kosten sind in den Pakten allerdings bereits enthalten.
Mit der Werbung werden bis zu 85 Millionen Kunden erreicht
Apple hat dafür eine enorme Reichweite zu bieten, mit 85 Millionen verkauften iPhones und iPod Touch-Modellen, bei denen jeder Besitzer im Schnitt täglich 30 Minuten mit der Nutzung von Anwendungen verbringt. Ein weiterer Vorteil: Anhand der runtergeladenen Apps können Werbetreibende ihre Werbung sehr zielgruppengenau anbringen.
Ein Apple-Sprecher verweigerte jeden Kommentar gegenüber dem Wall Strett Journal. Er betonte jedoch, dass Entwickler 60 Prozent des Umsatzes erhalten sollen und Apple den Rest. Entwickler sollen frei entscheiden, ob Werbung in ihren Anwendungen gezeigt wird.
"Das geht über alles, was wir aus der Vergangenheit kennen, hinaus."
Mit iAd will Apple zudem kreative und interaktive Werbelösungen anbieten. Zum Beispiel erscheint in der beispielhaften Werbung für Nikes Air Jordan Basketballschuhe der Banner am Rande des Bildschirms. Wenn ein Nutzer diesen anklickt, dehnt dieser sich über den gesamten Bildschirm aus, zeigt ein Video, den nächsten Schuhladen sowie Spezialangebote und Spiele. Die ersten Werbeanzeigen will Apple selbst konstruieren, um eine hohe Qualität und Attraktivität zu sichern.
Anfang des Monats präsentierte Steve Jobs iAd, die Software, um Werbung in den Anwendungen aus Apples App Store zu schalten. Erste Werbeanzeigen sollen in Anwendungen des iPhone und iPod Touch ab Juni erscheinen. Auf dem iPad folgt die Reklame später in diesem Jahr.
Nicht nur die hohen Preise überraschten die Werbebranche, auch die Forderungen, die Werbekampagnen stärker zu kontrollieren als üblich. "Das ist eine deftige Summe", sagte Phuc Truong von der Meketingabteilung von Hava gegenüber dem Wall Street Journal. "Was Apple da versucht umzusetzen, geht über alles hinaus, was wir aus der Vergangenheit kennen."
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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: iOS App, Apple iPhone, App und Apple iOS.

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