Regisseur unterstützt den Bau von 3D-Zoomobjektiven für Marsrover
James Cameron: Mit 3D-Kameras auf den Mars
Avatar-Regisseur James Cameron bemüht sich derzeit um den Einsatz von 3D-Kameras auf der nächsten Marsmission, um ein besseres Verständnis für die Raumfahrt zu wecken. Er überzeugte NASA-Chef Charles Bolden davon, den Marsrover Curiosity mit stereoskopischen Kameras auszustatten.

In den Kinos wurde der 3D-Fantasy-Film "Avatar" zum Kassenschlager und auch der Verkauf der Blue-ray-Discs startete erfolgreich. Was James Cameron auf dem fiktiven Planeten auf der Leinwand gelang, möchte er bald auch auf unserem Nachbar-Planeten Mars erreichen. So möchte er den Bau des neuen Marsrover Curiosity für die kommende Marsmission auch finanziell unterstützen.
Die NASA hatte aus die anfänglich geplante 3D-Kamera aus Kostengründen gestrichen. Mit der Begründung, dass der Sinn der Marsmissionen für die Öffentlichkeit mit der Präsentation von 3D-Bildern verdeutlicht würde, konnte er NASA-Chef Charles Bolden davon überzeugen, nun doch eine 3D-Kamera zu integrieren.
Das Kalifornische Unternehmen Malin Space Science Systems (MSSS) hatte bereits zwei Kameras für den Marsrover entwickelt und geliefert. Eine Kamera ist mit einer Brennweite von 34mm ausgestattet, die Brennweite der anderen Kamera beträgt 100mm. Ursprünglich sollten beide Kameras mit den gleichen Zoomobjektiven ausgerüstet werden. Um Kosten zu sparen, hatte die NASA den Bau der Zoom-Variante aber gestoppt.
Neue Kameras für 3D-Aufnahmen
Um stereoskopische Aufnahmen zu machen, müssen die beiden Kameras aber mit einer gleichen Brennweite ausgestattet sein. Diese müsste die NASA mit der Unterstützung von James Cameron neu bestellen. Die beiden Zoomobjektive müssen bis zum Winter fertig sein, da die Weltraumorganisation dann mit den Tests für die Mission beginnen möchte. Im Herbst 2011 soll der Marsrover Curiosity dann mit zwei Jahren Verzögerung ins All starten.
Aktuell drehen zwei Marsrover auf dem roten Planeten ihre Runden: Seit über sechs Jahren sind die Rover "Spirit" und "Opportunity" im Einsatz. Spirit steckt allerdings seit etwa einem Jahr im Sand fest und sendete Ende März 2010 sein letztes Lebenszeichen. Der Marsrover Opportunity erhielt kürzlich eine neue Software, die ihm mehr Unabhängigkeit verleiht. Er legte bislang rund 20 Kilometer auf dem Nachbarplaneten zurück.

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