Animationsfilm erklärt die zehnte Dimension
Kurzfilm der Woche: "Imaging the tenth dimension"
Ein kniffliges Gedankenexperiment: Der Kurzfilm "Imaging the tenth dimension" erklärt Schritt für Schritt, wie man sich gedanklich die zehnte Dimension vorzustellen hat. Rob Bryanton, der Autor des gleichnamigen Buchs, erläutert darin die Theorie hinter jeder der zehn Dimensionen. Der elf-minütige Kurzfilm setzt das ziemlich komplexe Thema anschaulich und unterhaltsam um.
Bis einschließlich der vierten Dimension scheint das Experiment eigentlich recht einfach nachvollziehbar. Den Anfang macht der Punkt. Es folgt ein zweiter, beide werden über eine Linie miteinander verbunden. Die Linie hat nur eine Länge, aber keine Breite, ist also eindimensional. Wird die Linie von einer zweiten gekreuzt, entsteht die zweite Dimenion.
3D plus Zeit
Die zweite Dimension wird anhand von Spielkartenfiguren erklärt, die zum Beispiel keine Nahrung aufnehmen können, da der Verdauungstrakt sie in zwei Hälften teilen würde. Der Mensch kann also nur in der dritten Dimension existieren, also Länge, Breite plus Tiefe.
Die vierte Dimension ist auch einfach vorstellbar: die Zeit. Zwar existieren Menschen auch in der Zeit, allerdings nie gleichzeitig in mehreren Zeiten. In dieser Dimension könnten wir Bewegungen als einen Fluss von vielen einzelnen Bildern gleichzeitig sehen. Bryantons Video zeigt das ganz anschaulich.
Die meisten haben sich an die Vorstellung, dass es vier Dimensionen gibt, gewöhnt. Aber wie soll man sich zehn Dimensionen vorstellen? Bryanton erklärt es - oder versucht es zumindest. Seine Anhängerschaft ist riesig. Das Buch "Imaging the tenth dimension" wurde millionenfach verkauft, das YouTube-Video noch häufiger angesehen.
Ein Gedankenexperiment, das so an keiner Uni gelehrt wird
Viele Menschen finden ihre Denkweise über Zeit und Raum in Bryantons Konzept wieder. Seine Ideen verknüpfen Quantenphysik mit Hugh Everetts Idee mehrerer Universen sowie Philosophie und bekanntem Wissen. Wenn der 55-jährige Rob Bryanton sich nicht gerade Gedanken über die zehn Dimensionen macht und erfolgreich Bücher schreibt, leitet er die "Talking Dog Studios", ein Tonstudio für Film und Fernsehen in Kanada.
Im Vorwort weist Bryanton darauf hin, dass sein Buch weit verbreitete Ideen über die Realität verwendet und nicht auf wissenschaftlicher Grundlage basiert. In Physikkursen an der Universität werde derzeit etwas anderes gelehrt. An fundierter Wissenschaft Interessierten empfiehlt Bryanton Werke von Seth Llyod, Michio Kaku, Brian Greene und Lisa Randall. Der Kurzfilm der letzten Woche bei netzwelt.

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