21 Mitarbeiter wechselten bereits zur Konkurrenz
Krieg der Entwickler: "Call of Duty"-Mitarbeiter verklagen Activision
Der Rechtsstreit um einen der größten Hersteller der Videospielindustrie hat eine neue Dimension erreicht. Nach Angaben der Los Angeles Times haben 38 ehemalige und noch angestellte Mitarbeiter von Infinity Ward Activision verklagt. Das Entwicklerstudio stellt mit "Call of Duty: Modern Warfare" eines der erfolgreichsten Spiele für Activision her. Es geht um bis 125 Millionen Dollar an Bonus-Zahlungen.

Alles begann damit, dass Activision letzten Monat die damaligen Infinity Ward Chefs Jason West und Vince Zampella feuerte. Activision begründete den Schritt damit, dass sich die ehemaligen Call-of-Duty-Entwickler zu "selbst bedienenden Intriganten" entwickelt hätten und zog vor Gericht, weil die beiden angeblich planten, geistiges Eigentum der Infinity Wars Studios zu stehlen. Die ehemaligen Chefs wiederum klagten gegen Activision wegen unbezahlter Bonuszahlungen und Schadensersatzzahlungen in Höhe von 36 Millionen Dollar.
Desaster für Activision: Mitarbeiter laufen zur Konkurrenz über
Seither haben mehrere Infinity-Ward-Angestellte gekündigt, darunter 21 Kläger aus dem neuen Fall. Einige wechselten zu West und Zampellas vor zwei Wochen neu gegründeter Firma Respawn Entertainment. Um das Ärgernis für Activision noch größer zu machen, unterzeichnete das neue Unternehmen bereits ein Abkommen mit Activisions Hauptkonkurrenten Electronic Arts. Die aktuelle Homepage von Respawn befindet sich noch im Aufbau. Lediglich eine Mailadresse, um sich für eine Stelle zu bewerben, ist eingetragen.
Laut Anklageschrift schulde Activision Infinity Ward-Mitarbeitern Bonuszahlungen von insgesamt 118 Millionen Dollar, davon seien 36 Millionen für West und Zampella bestimmt. Am Dienstag ging bei einem Gericht in Los Angeles die Klage ein, dass der Spieleproduzent die Tantiemen für "Modern Warfare 2" vorenthielt, um die Angestellten von der Kündigung abzuhalten, bevor das Spiel "Modern Warfare 3" fertig gestellt war. Die Vorstellung der Neuauflage des Spiels ist für 2011 geplant.
40 Prozent der Angestellten klagen wegen nicht gezahlter Boni
Ein Sprecher von Activision gab sich zuversichtlich, dass die Richter zugunsten seines Unternehmens entscheiden würden. Laut Los Angeles Times sagte er: "Activision behält sich das Recht vor, über Höhe und Zeitpunkt der Bonuszahlungen frei zu entscheiden." Man habe legal und rechtmäßig gehandelt.
Der Streit gefährde die Zukunft des Spiels "Call of Duty: Modern Warfare", einer der Haupteinnahmequellen von Activision, schreibt die Los Angeles Times. Modern Warfare 2 war das erfolgreichste Videospiel im Jahr 2009 in den USA. Weltweit wurden rund 20 Millionen Exemplare verkauft. Damit brachte das Spiel Activision einen Umsatz von 1,3 Milliarden Dollar ein. Letzten November arbeiteten noch 95 Angestellte bei Infinity Ward. Das heißt 40 Prozent der damaligen Angestellten verklagen derzeit ihren Arbeitgeber Activision.
Links zum Thema
- Modern Warfare 3 Special auf pcgameshardware.de
- Bericht Los Angeles Times
- Call of Duty
- Respawn entertainment
- Activision

Ich komme auf 65 pro Spiel. Abgesehen dafür sind sicher auch Lizensgebühren für Server etv dabei.
>>>rund 20 Millionen Exemplare verkauft. Damit brachte das Spiel Activision einen Gewinn von 1,3 Milliarden Dollar was kostet so ein Spiel: 200 Euro pro Lizenz mit 1,3 Millarden...