Terminator-Darsteller will Kinder vor gewaltverherrlichenden Spielen schützen

Klage: Arnold Schwarzenegger kämpft gegen Gewaltspiele

Im Auftrag des kalifornischen Gouverneurs Arnold Schwarzenegger beschäftigt sich das oberste amerikanische Gericht mit dem Verbot von Gewaltspielen. Am Montag beschloss der Supreme Court, den Fall zu untersuchen - was außergewöhnlich ist, denn das Gericht nimmt nur die wenigsten Fälle an. Nun prüfen die Richter die Verfassungsmäßigkeit des kalifornischen Gesetzes, das den Verkauf von Gewaltspielen an Minderjährige verbietet, schreibt das Wall Street Journal.

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Gewaltspiele wie Grand Theft Auto IV würde Arnold Schwarzenegger am liebsten verbieten.
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Die Entscheidung des obersten Gerichtshofes dürfte Auswirkungen auf zahlreiche Spielehersteller haben, zum Beispiel Activision Blizzard Inc. mit "Call of Duty" oder Rockstar Games mit "Grand Theft Auto". Darüber hinaus könnte der Ausgang des Falles auch die amerikanische Unterhaltungsbranche mit gewalttätigen Kinofilmen und Fernwehshows einschränken, so das Wall Street Journal.

"Videospiele sind eine neue moderne Bedrohung für Kinder"

Die Aussichten auf Erfolg für die Klage des ehemaligen Aktionfilmstars, der selbst mit Gewaltfilmen wie "Running Man" oder "Terminator" berühmt wurde, sind ungewiss. Zwei Bezirksgerichte hatten die kalifornische Gesetzesinitiative aus dem Jahr 2005 bereits zuvor gestoppt, wegen der Einschränkung des Rechts auf freie Meinungsäußerung. Zudem sei nicht ausreichend zu beweisen, dass solche Spiele Minderjährigen schadeten. Erst letzte Woche hatte das Oberste Gericht eine ähnliche Klage abgelehnt, bei der es um das Verbot der Darstellung von Gewalt gegen Tiere ging. Die Begründung lautete: Ein Verbot würde das Recht auf freie Meinungsäußerung einschränken. 

Der kalifornische Gouverneur Schwarzenegger argumentiert in seiner Petition, dass der Gesetzgeber in der Lage sein sollte, den Verkauf gewaltverherrlichender Videospiele an Minderjährige zu verbieten. Dies sei bereits für sexuelle Inhalte der Fall. In der Begründung hieß es: "Videospiele sind eine neue moderne Bedrohung für Kinder, die psychischen Schaden bewirken und Minderjährige eher zu gewaltbereiten oder aggressiven Verhalten neigen lassen."

Spiele mit Altersbeschränkung verkaufen sich am besten

Industrieverbände lehnen das Gesetz natürlich ab. Ihnen zu Folge sind Videospiele eine moderne künstlerische Ausdrucksform, die durch das Recht auf freie Meinungsäußerung geschützt sei. Die freiwillige Altersfreigabe durch die Hersteller schütze Konsumenten und Hersteller ausreichend, argumentierte Michael Gallagher, Präsident der Entertainment Software Association laut Wall Street Journal. Schwarzeneggers Gesetz würde eine staatliche Kontrolle einführen, im Gegensatz zu der freiwilligen Selbstkontrolle. Bei Verstößen sollen Händler Bußgelder von bis zu 1.000 Dollar zahlen. 

Der Anwalt Stephen Smith sagte, Spiele die als "mature" (nur für Erwachsene geeignet) bewertet werden, wie "Call of Duty" und "Grand Theft Auto" verkauften sich am besten. Durch ein mögliches Verkaufsverbot an Minderjährige könnten die Unternehmen ihre riesigen Werbe- und Entwicklungskosten für solche Spiele nicht mehr rechtfertigen. Die Produktion würde womöglich eingeschränkt. Andererseits würden viele Spiele online gekauft und gespielt, was eine Kontrolle so gut wie unmöglich mache. Die mündlichen Anhörungen sollen in der nächsten Sitzungsperiode im Oktober beginnen.

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Beiträgeinsgesamt 2 Beiträge

Ich würde es begrüßen wenn es weniger Kinder auf dem Schlachtfeld geben würde :D Aber man sieht es ja in Deutschland das solche Gesetze kaum etwas bewirken :(

Welch ungewollte Ironie in der Headline :)

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