Ohne Flash in eine buntere Internetwelt
Netzwelt-Wissen: HTML5 - die Zukunft im Web
In der Öffentlichkeit scheinen die großen IT-Konzerne wie Microsoft, Google, Oracle oder Apple das Geschehen im Web maßgeblich zu bestimmen. Dabei redet eine eher unbekannte Organisation mit: Das World Wide Web Consortium (W3C). Die von MIT-Professor Tim Berners-Lee und Cambridge-Professor Jeffrey Jaffe geführte Initiative bemüht sich zusammen mit Browser-Herstellern, gemeinsame technische Standards für Webseiten und multimediale Inhalte zu definieren. Zu den Entwicklungen dort gehören unter anderem das PNG-Bildformat oder SVG-Vektorgrafiken.

Inhaltsverzeichnis
- 1W3C: Verbesserung durch XHTML
- 2IT-Konzerne entwickeln HTML5
- 3Neues Grundgerüst – Stand April 2010
- 4Texte mit neuen Elemente strukturieren
- 5Neue Eingabefelder und Multimedia
- 6Schlanker Standard und nette Kleinigkeiten
- 7DOM und JavaScript mit HTML5
- 8Verbreitung und Browser-Unterstützung
- 9Keine Software zum Entwickeln
- 10Fazit
Das prominenteste Ergebnis aber ist HTML. In diesem Format sind alle Webseiten geschrieben, es dient als Auszeichnungssprache zur Formatierung und Strukturierung von Texten, Bildern und anderen Inhalten. Dabei war die Version 4.01 sehr beliebt – bis das W3C den Nachfolger XHTML 1.0 herausgebracht hat, das inzwischen am häufigsten eingesetzt wird. In den letzten Jahren wurde auf Druck der großen IT-Konzerne dann HTML5 entwickelt.
W3C: Verbesserung durch XHTML
Mit XHTML sollten alle Unzulänglichkeiten von HTML beseitig werden – der Standard wurde zu Zeiten (1993) erfunden, in denen das Web noch in den Kinderschuhen steckte und niemand an komplexe Webdienste und Videos gedacht hat. Die letzte Fassung HTML 4.01 aus dem Jahr 1999 war sehr beliebt, vor allem während des Dotcom-Booms. Mit XHTML versuchte das W3C, den Standard in einer radikalen Rosskur zu entschlacken.
XHTML war keine Abwandlung der allgemeinen Auszeichnungssprache SGML mehr, sondern basierte nun auf XML, das einen unkomplizierten Datenaustausch und eine automatisierte Verarbeitung erlaubte. Dadurch verarbeitete XHTML kleine Programmierfehler der Entwickler nicht mehr so tolerant wie noch bei HTML 4. Bei der Weiterentwicklung trennte sich XHTML außerdem immer mehr von veralteten Elementen und Attributen. XHTML 2.0 sollte alle Altlasten von HTML 4 über Bord werfen.
IT-Konzerne entwickeln HTML5
Die großen IT-Konzerne Apple, Mozilla und Opera gründeten Mitte 2004 eine Arbeitsgruppe, um aus den Vorteilen von HTML 4.01, XHTML 1.0 und DOM HTML Level 2 eine neue gemeinsame Version namens HTML5 zu entwickeln – ohne die strenge Standardisierung des W3C. Multimedia sollte eine wichtige Rolle spielen – das sicherte HTML5 eine große Aufmerksamkeit unter Entwicklern. Seit Anfang 2007 fügt sich auch das W3C dem öffentlichen Druck und arbeitet an HTML5 mit, um nicht an Bedeutung zu verlieren. Seit Ende 2009 ist die Entwicklung von XHTML eingestellt, sodass HTML5 definitiv die Zukunft als Standard für Struktur von Webseiten gehört.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 1 Beitrag
Was ist eigentlich mit DRM??? Das unterstützt HTML5 auch nicht. Ist zwar nicht schlimm, doch den Unternehmen schmeckt das bestimmt nicht.