Verbatim vertreibt das Speichermedium weiter
Produktions-Ende: Sony beerdigt die Floppy-Disk
Bis zum Ende des Geschäftsjahres will sich Sony aus dem Markt für 3,5-Zoll-Disketten zurückziehen, erfuhr die japanische Zeitung Mainichi Daily aus Unternehmenskreisen. Derzeit vertreibt Sony die Floppy-Disketten lediglich noch in Japan und in Indien.

Die gute Floppy-Disc: Starten womöglich bald Bunkerkäufe wie bei der Glühbirne?
Obwohl der Elektronikriese Sony noch immer den japanischen Markt zu 70 Prozent dominiert, will er diese Geschäftssparte bis Ende März 2011 einstellen. Der Schritt sei nötig wegen der zunehmend starken Verbreitung anderer Geräte mit größeren Speicherkapazitäten, wie USB-Sticks, CDs und DVDs. Letzten Monat stellte Sony bereits den Verkauf von Floppy-Disketten außerhalb von Japan ein, mit Ausnahme von Indien und einigen wenigen weiteren Regionen, berichtete die japanische Zeitung The Mainichi Daily.
Speicherkapazitäten von 1,44 Megabyte erfassen heute kaum noch ein Bild
Andere Hersteller haben sich bereits aus dem Markt zurückgezogen, nur Verbatim will nach Angaben von Pressetext.de weitermachen. In Europa verkaufe das Unternehmen noch immer bis zu zwei Millionen Stück im Monat. Das amerikanische Unternehmen sieht deshalb noch keinen Grund, sich aus dem Markt zurückzuziehen. "Vor allem in Russland und den anderen Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion spielt die Floppy-Disk weiterhin eine Rolle", erklärte Torsten Leye, Produktmanager bei Verbatim, gegenüber Pressetext. Dort werde sie vor allem als Medium für die elektronische Steuererklärung eingesetzt.
Sony galt als Pionier des globalen Floppy-Disk-Marktes, seit das Unternehmen das erste Exemplar im Jahr 1981 auf den Markt brachte. In den folgenden fast 30 Jahren erfreute sich die Diskette großer Beliebtheit als Speichermedium für PCs und Word-Prozessoren. Den höchsten Absatz fanden Sony-Floppy-Disketten im Jahr 2002 mit 47 Millionen verkauften Datenträgern. Allerdings sanken die Zahlen auf zwölf Millionen im Jahr 2009, davon entfielen allein 8,5 Millionen verkaufte Exemplare auf Japan.
Die meisten PCs besitzen heute nicht mehr das entsprechende Lesegerät als Standardausrüstung. "Bei Festplatten-Größen von 30 Megabyte in den Neunzigerjahren stellte die Floppy Disk mit ihren 1,44 Megabyte ein praktisches wie universelles Speichermedium dar", sagte Leye gegenüber Pressetext. "Heute kann man mit dieser Speichergröße kaum mehr ein hochauflösendes Bild sichern."

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 4 Beiträge
ich will das die disketten von sony wieder in werden weil ich hasse es wenn immer neue technik kommen
Na ja, nur weil Sony keine Floppies mehr herstellt, so muss das Diskettenlaufwerk nicht gleich komplett sterben. Es gibt ja noch andere Hersteller, wie Samsung o. Teac, die weiter produzieren. Letztendlich entscheidet...
Totgesagte leben länger. Ich verwende weiterhin ein Diskettenlaufwerk nur speichere ich ab jetzt auf USB-Sticks, nicht mehr auf Disketten, dank des USB Floppy Emulator von ipcas. Deshalb ist es mir eigentlich auch...
Bye Bye Floppy, was hatten wir damals mit dem Amiga noch Spaß zusammen...