iPad-Lesen kann zu Schlafstörungen führen
Studie: Schlaflos dank iPad
Schlafexperten warnen, dass die Nutzung des iPads womöglich zu Schlafstörungen führen kann. Wer unmittelbar vor dem Schlafengehen auf dem iPad liest, hat mit größerer Wahrscheinlichkeit Probleme einzuschlafen. Ursache sei der Bildschirm, der heller sei als bei anderen Lese-Geräten, wie etwa dem Kindle, schreibt die Los Angeles Times.

Andere Anbieter von eReadern nutzen das so genannte ePaper zur Anzeige von Text und Grafik. Diese sorgt dafür, dass der Hintergrund eines Textes aussieht wie eine gedruckte Seite, eine Hintergrundbeleuchtung ist nicht vorhanden. Diese Technologie ermöglicht zudem das Lesen im direkten Sonnenlicht.
"Kindle ist besser für ihren Schlaf"
Das iPad dagegen besitzt einen Touchscreen mit Flüssigkristalldisplay, wie bei Computer- und Fernsehbildschirmen. Diese entsenden alle Licht und erschweren womöglich das Einschlafen. Die direkte Strahlung solcher künstlicher Lichtquellen schränkt die Produktion des körpereigenen Melatonins ein, sagten verschiedene Schlafexperten gegenüber der Los Angeles Times.
Melatonin wird vom Gehirn bei Dunkelheit ausgeschüttet, um die Ruhephase des Körpers einzuleiten. Licht-aussendende Geräte wie Handys und das iPad dagegen bewirken, dass das Gehirn dieses Hormon nicht ausschüttet. "Dadurch, dass Nutzer das iPad direkt vor ihr Gesicht halten und ins Licht schauen, ist der Effekt noch stärker als beim Fernsehen", sagte Frisca Yan-Go, Direktorin des UCLA Schlafstörungszentrum in Santa Monica gegenüber der Los Angeles Times.
Die Wissenschaftlerin betonte die Vorteile von Büchern gegenüber eReadern: Diese seien meist leichter, können herunterfallen, wenn der Leser wegdöst und wenn sie nass werden, sei es kein Weltuntergang. Vor allem stören sie den normalen Schlafrhythmus nicht. Expliziter drückte sich ihr Kollege Alon Avidan aus: "Der Kindle ist besser für ihren Schlaf."

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 2 Beiträge
Ich benutze das iPhone als Taschenlampe, wenn alle schon eingeschlafen sind ;-)
Wer hat denn die Studie finanziert? Amazon? :) Die fehlende Hintergrundbeleuchtung bei eBook-Readern nötigt mich doch dazu, noch eine (recht starke) Lichtquelle einzuschalten - das hält mich auch vom Schlafen...