Übernahmeangebote müssen dennoch in Betracht gezogen werden

Palm: Unternehmenschef vertraut auf die Kraft von WebOS

Der Chef von Palm glaubt, dass der angeschlagene Smartphone-Hersteller in der Lage sei, als eigenständiges Unternehmen zu überleben. Zuletzt haben die schlechten Verkaufszahlen der Mobiltelefone Anlass zu Übernahmespekulationen gegeben. In einem Interview mit der Financial Times sagte Jon Rubinstein, Chief Executive von Palm, das Unternehmen plane sein Smartphone-Betriebssystem WebOS an andere mobile Hersteller zu lizenzieren. Dies solle die Gewinne des Unternehmens steigern. 

Palm
Das Palm Pre hat gute Kritiken in der Fachwelt bekommen, vor allem wegen des Betriebssystems WebOS. 
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Palm würde allerdings eingehende Übernahmeangebote prüfen, denn nach dem Verlust müsse man alle Optionen in Betracht ziehen. HTC wäre laut Rubinstein ein möglicher Kaufinteressent. Palms Quartalszahlen vom März unterstrichen, wie sehr das Unternehmen darum kämpft, den nötigen Umsatz zu machen. Besonders der Smartphone-Markt, der derzeit eindeutig von Apple dominiert werde, sei hart umkämpft. 

Gesamtwert wird auf zwei bis drei Milliarden Dollar geschätzt 

Dennoch gab sich Rubinstein optimistisch über Palms Langzeitaussichten. "Ich glaube Palm kann als unabhängiges Unternehmen überleben", sagte er gegenüber der Financial Times. "Wir haben einen Plan, der uns in die Profitabilität zurückführt."  Allerdings blieben die Verkaufszahlen der letzten Smartphones Palm Pre Plus und Pixi Plus hinter den Erwartungen des Unternehmens zurück.

Palm setzt nun alles auf eine neue Generation von Smartphones, die letztes Jahr vorgestellt wurden und das WebOS Betriebssystem verwenden. Ein Vorteil von Palms Handsets ist die Fähigkeit zum Mulitasking, das bietet allerdings bald auch Apples neues iPhone, das im Juni auf den Markt kommt.

Schlecht ausgebildete Verkäufer mitverantwortlich 

"Wir haben eine starke Produkt-Pipeline für die Zukunft", fügt Rubinstein hinzu. Analysten schätzen den Gesamtwert auf zwei bis drei Milliarden Dollar, wegen der hohen Qualität des WebOS-Betriebssystems. 

Palm macht schlecht ausgebildete Verkäufer in den Filialen der Netzbetreiber für den schlechten Absatz der webOS-Handsets mit verantwortlich. In den USA kooperiert Palm mit Sprint und Verizon Wireless, in Europa mit Telefonica, in Frankreich mit SFR und in Deutschland mit O2. Wegen der begrenzten Ressourcen ist es Palm nicht möglich, das WebOS-Betriebssystem in anderen Ländern wie zum Beispiel China zu vermarkten. 

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