Sicherheits-Update sorgte für Chaos in Unternehmen
McAfee: Entschädigung für Privatkunden (Update)
Die beliebte Antivirus-Software McAfee versagte am Mittwoch, den 21. April, auf spektakuläre Art und Weise: Ein Software-Update brachte tausende Windows XP-Computer zum Absturz oder zu wiederholten Neustarts. Ein Fehler im Programm sorgte dafür, dass sich der sonst so bewährte Schutz gegen Schadware nach Innen richtete und Teile von Microsoft Windows XP als Virus ansah.
Das Update war insgesamt vier Stunden für Unternehmenskunden erhältlich, bevor die Verbreitung gestoppt wurde. Der Schaden, der innerhalb dieser kurzen Zeit angerichtet wurde, war enorm und teilweise dramatisch: Die Medizinabteilung der Universität in Michigan berichtete, dass 8.000 der insgesamt 25.000 Computer abgestürzt seien. Die Polizei in Lexington, Kentucky, ging kurzfristig zu handgeschriebenen Berichten über und schaltete die Terminals in ihren Autos vorsichtshalber ganz aus. Einige amerikanische Gefängnisse strichen Besuchszeiten, berichtete Cnet News. Krankenhäuser in Rhode Island verschoben sogar einige Operationen.
"Fehler passieren. Aber das ist keine Entschuldigung."
Das Update wurde um 6 Uhr morgens pazifische Uhrzeit herausgegeben. Dieses erkannte die Windows-Datei svchost.exe als Virus und bekämpfte diese. McAfee entschuldigte sich bei seinen Kunden für die Probleme, die vor allem Windows-XP-Computer angriffen, die mit Microsoft Service Pack3 laufen. Allerdings schien sich McAfee wohl nicht ganz der Auswirkungen bewusst zu sein, denn in einem ersten Statement gegenüber CNET schrieb das Unternehmen: "Uns sind keine ernsthaften Auswirkungen auf Kunden bekannt." Gegen Mittag hatte McAfee den Fehler korrigiert und bot einen Ordner zum Runterladen an, der das Problem lösen sollte. Allerdings war die Nachfrage nach dem Programm so groß, dass der Server von McAfee zusammenbrach und selbst nur noch eine Fehlermeldung anzeigte.
Gegen Abend veröffentlichte McAfee noch eine weitere Mitteilung. Darin heißt es, lediglich 0,5 Prozent der Unternehmenskunden weltweit seinen betroffen, sowie ein Bruchteil dessen an privaten Nutzern. Dennoch verstehe man die Ernsthaftigkeit des Problems. Barry McPherson, Executive Vice Präsident, entschuldigte sich im Kundenservice: "Fehler passieren. Aber das ist keine Entschuldigung." Wie es zu dem Fehler kommen konnte, wurde allerdings nicht erklärt. Das schadhafte McAfee-Update ist inzwischen entfernt worden, bisher nicht betroffene Rechner können gefahrlos auf den neusten Stand gebracht werden.
Update vom 27. April: McAfee bietet betroffenen Kunden Entschädigungen an
Dabei unterscheidet der Softwareanbieter zwischen Privat- und Geschäftskunden.Heimanwender der Sicherheitssoftware, die von dem fehlerhaften Update betroffen waren, erhalten, wenn ihnen ein Servicemitarbeiter nicht weiterhelfen kann und sie keinen funktionsfähigen Computer zum Download des korrigierten Updates besitzen, per Express eine CD mit der McAffe-Software zugestellt. Zudem will McAfee durch den Ausfall entstandene Kosten zurückerstatten.
Die entscheidende Neuigkeit für private Anwender verbirgt sich ganz am Ende der Mitteilung: Diese können ihre Abo zwei Jahre kostenlos verlängern. Private Nutzer machen nach Angaben von McAfee allerdings nur einen geringen Bruchteil der Betroffenen aus.
Geschäftskunden bietet McAfee ebenfalls telefonische Unterstützung. Zudem ist McAfee nach eigenen Angaben bemüht seine Wissenbibliothek zu erweitern. Über mögliche Entschädigungen von betroffener Unternehmen berichtet McAfee bislang nichts.
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Hallo habe mal den bericht gelesen. Naja möchte mich mal zu äußern, was so ein Gravieren fehler den passiert selbst Kaspersky. Ich war 4 Jahre bei den Kunde und in Jahre 2008 gabs bei Kaspersky auch einige...
Such Dir einen aus :cool: heise online - Antiviren-Programm AVG erneut mit Fehlalarm heise online - Fehlalarm von Kaspersky legt Windows-Rechner lahm heise online - Virus-Fehlalarm von Avira in...
Wäre das Fehlerbild wenigstens einheitlich gewesen, dann wäre es ja noch gegangen. Das Fehlerbild ging von "Rechner bootet sich zu Tode" über "kein Start-Menue vorhanden" bis "eigentlich geht's aber meine...
Vor kurzem war es Avira und davor irgendein anderer Hersteller... Man muß wissen worauf man sich mit Windows einläßt, das ist schon richtig, aber vor gravierenden Fehlern ist man nirgends gefeiht!
Zitat: Als das McAfee-Update Windows als Virus identifizierte, hat die McAfee-Virensoftware erstmals richtig reagiert :D:D:D Ich glaube das denken sich zahlreiche Mac-Nutzer...