Web-Bürosoftware als Beta-Version
Microsoft Docs: Online-Office für Facebook
Gemeinsam gegen Google: Mit einem Online-Office namens "Docs" treten Microsoft und Facebook in Konkurrenz zu Google. Die als Beta-Version erhätliche App ermöglicht Facebook-Nutzern, Office-Dokumente anzulegen und mit Freunden übers Netz zu teilen.

Das Online-Office "Docs" basiert auf Microsoft Office 2010 und wurde in den Microsoft Fuse Labs entwickelt. Dort arbeiteten die Experten an der Integration in Facebook. Weniger als vier Monate habe die Umsetzung vom Konzept bis zur Implementierung gedauert, schreibt Microsoft auf blog.docs.com. Auf der Seite stellt Microsoft Dokumente und Videos zur neuen Bürosoftware für Facebook zur Verfügung.
"Docs" ist aktuell im Beta-Status und kann über Facebook oder Facebook Connect gestartet werden. Es versetzt Nutzer des sozialen Netzwerks in die Lage, Office-Dokumente zu erstellen und mit ihren Freunden zu teilen. Allerdings limitiert Microsoft die Anzahl der möglichen Nutzer zum Start von "Docs".
Anbindung an Microsoft Office 2010
Da das Online-Bürosoftware-Paket derzeit im Beta-Status ist, ist noch nicht ganz sicher, welche Funktionen in der vollen Version bereitstehen werden. Sicher wird es möglich sein, sowohl Word-, Excel- oder Power-Point-Dokumente zu bearbeiten.
Vorteilhaft dürfte das Werkzeug vor allem durch die Anbindung an die Desktop-Version von Microsoft Office 2010 sein. Die neue Office-Suite von Microsoft enthält Office Web Apps - eine kostenlose Version zum Bearbeiten von Dokumenten per Webbrowser. Microsoft Office 2010 ist derzeit als Beta-Version erhältlich und soll noch im ersten Halbjahr 2010 in den Handel kommen.
Die Zusammenarbeit zwischen Facebook und Microsoft bei "Docs" steht in Konkurrenz zu Google Docs, der Online-Bürosoftware des Suchmaschinenanbieters zum Bearbeiten und Teilen von Dokumenten über das Internet. Bereits 2007 hatte Google mit seiner Office-Suite Microsoft herausgefordert, das zu dem Zeitpunkt noch keine Online-Bürosoftware zur Verfügung stellen konnte. Jetzt kontert Microsoft mit einer Applikation für Facebook. Microsoft dürfte dabei vor allem von den vielen Nutzern des sozialen Netzwerks profitieren.
