Adobe resigniert nach Änderungen der Entwickler-Vereinbarungen von Apple

Adobe: Flash auf dem iPhone eingestellt

Adobe: Flash auf dem iPhone eingestellt Kurz nachdem der Software-Hersteller Adobe die neue Version Creative Suite 5 (CS5) vorstellte, die unter anderem Flash-Projekte in vollwertige iPhone-Applikationen umwandeln kann, ließ ein Mitarbeiter des Unternehmens verlauten, dass die iPhone-Unterstützung bereits wieder eingestellt wurde. Grund dafür ist eine Änderung der Entwickler-Richtlinien von Apple.

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Seit dem 9. April 2010 untersagt Apple laut den Vereinbarungen, die jeder Entwickler vor dem Herunterladen der iPhone SDK bestätigen muss, die Benutzung von App-Baukästen. Da einige Unternehmen dazu übergegangen waren, Programme zu entwickeln, die mit wenigen Handgriffen Apps ohne Programmierkenntnisse erstellen, wurden diese damit indirekt ausgeschlossen.

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Adobe: Wir setzen auf offene Plattformen

Laut einem Blogeintrag des Adobe-Mitarbeiters Mike Chambers wird das Unternehmen die Konvertierungsfunktion zukünftig nicht mehr weiterentwickeln. Zwar wird es mit Flash CS5 weiterhin möglich sein, Flash-Projekte in iPhone-Apps umzuwandeln, nur sei diese Funktion nutzlos geworden. Chambers geht weiter davon aus, dass Apple die über 100 bereits im Appstore erhältlichen Apps entfernen wird.

"Ich persönlich werde meinen Fokus vom iPhone auf das Adroid-Betriebssystem verlagern", schreibt Mike Chambers in seinem Blog. "Wir stehen am Beginn einer signifikanten Veränderung in der Branche und ich glaube, dass letztlich offene Plattformen über die geschlossenen Systeme, wie Apple versucht sie aufzubauen, siegen werden."

Auch die Verwendung des Flash-Players auf dem mobilen Browser Safari lehnte Apple schon seit der Veröffentlichung des ersten iPhones strikt ab und schiebt die Gründe auf die technische Umsetzung. Adobe hätte mit Flash CS5 eindeutig der Beweis erbracht, dass Flash auf dem iPhone ohne weiteres läuft. "Es gibt keine technischen Gründe, warum Flash nicht auf dem iPhone laufen sollte", schreibt Chambers dazu.

Apple: Rückständig seid ihr

Auf Nachfrage der Netzzeitung CNet reagierte die Apple-Pressesprecherin Trudy Muller sehr zügig auf Adobe's Kritik: "Irgendjemand ist da rückständig - HTML5, CSS, JavaScript und H.264 (alles vom iPhone und iPad unterstützt) gestalten sich offen und zählen zu den Standards, während Adobe Flash ein geschlossenes, proprietäres System ist." Damit setzt das Unternehmen die übliche Argumentation fort und setzt weiterhin auf neue Standards.

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