HTC Desire im Test: Das beste Android-Handy

Geprägt von Sense: Multimedia und installierte Software

HTC veredelt das ohnehin sehr gelungene Google-Betriebssystem Android 2.1 Eclair mit der eigenen Sense Oberfläche. Beim ersten Start hilft der Einrichtungsassistent bei allen wichtigen Einstellungen und bietet Neulingen unter anderem eine kleine Einführung in das Schreiben von Texten mit Onscreen-Tastatur. Ist das Gerät eingerichtet stehen im Auslieferungszustand bis zu sieben Homescreens zur Verfügung, die mittels Helikopteransicht schnell und einfach in Miniaturansicht überblickt werden können. Alle Felder können frei konfiguriert und nach Belieben mit Widgets, Programmen, Verknüpfungen und Ordnern aufgefüllt werden.

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Die direkte Konkurrenz von HTC, das Xperia X10 von Sony Ericsson, bietet Timescape und Mediascape, um dem Trend nach sozialen Netzwerken gerecht zu werden. HTC integriert in diesem Zusammenhang das Programm Friend Stream, welches unter anderem auf Facebook, VZ oder Twitter zurückgreift. Die Einrichtung funktioniert sehr einfach und lässt sich auf die persönlichen Vorlieben konfigurieren. Weiterhin beinhaltet die Sense Oberfläche eine deutlich komfortablere Tastatur, als von Android bekannt. Eigenschaften wie haptisches Feedback, die Reduzierung der Klingellautstärke bei Bewegung des Gerätes und die Live-Hintergrundbilder runden den sehr stimmigen Gesamteindruck ab.

Die fünf Megapixel Kamera fertigt bessere Bilder an, als man sie bisher von HTC erwarten durfte. Zahlreiche Einstellungen wie Belichtung, Kontrast, Sättigung, Schärfe oder diverse Effekte lassen sich komfortabel über ein von links hereinziehbares Menü anpassen. Natürlich darf man von einer Handykamera keiner digitalen Wunder erwarten, aber für den einen oder anderen Schnappschuss reicht die mit LED-Blitz und digitalem Zoom ausgestattet Linse allemal aus. Videos können mit einer Auflösung von bis zu 800 x 480 Pixeln aufgenommen werden, wirken aber bei zu schnellen Bewegungen schlierig und verschwommen. Im Funktionsumfang unterscheiden sich Foto- und Videoaufnahmen kaum. Beide Modi lösen rasend schnell aus und lassen sich direkt in der Galerie betrachten.

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Der integrierte Browser wirkt stimmig und lässt Internetseiten in schneller Geschwindigkeit auf dem Display erscheinen. Das Umschalten von Hoch- in das Querformat und umgekehrt funktioniert reibungslos, könnte aber flüssiger ablaufen. Der integrierte MP3-Player liefert beim Abspielen der Dateien alle wichtigen Informationen wie Titel, Genre oder die Einordnung in eine vorher festgelegte Rubrik. Das UKW-Radio funktioniert nur mit angeschlossenen Kopfhörern und bietet mit selbigen einen eher unzureichenden Empfang.

HTC Desire

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Der Funktionsumfang von Android ist riesig. Rund 41.000 Applikationen stehen dem Anwender zur Verfügung, davon sind rund 60 Prozent kostenlos. Mit der Sense-Oberfläche liefert das Desire schon eine gute Mischung aus Informations- und Spaßdiensten, die je nach Bedarf konfigurierbar sind. Dank steigender Nutzungszahlen und dementsprechender Aktualisierung von Android werden sich auch Betriebssystem-Neulinge schnell zu Recht finden. Sollten doch einmal Fragen auftauchen, steht eine große Community mit Rat und Tat zur Seite.


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