Keine Twitter-Meldung geht verloren
Mega-Twitter-Archiv: Library of Congress sammelt sämtliche Tweets
Bald ist es ganz einfach in der US-Kongress-Bibliothek verewigt zu werden: 140 Zeichen über Twitter genügen. Denn zur einer der größten amerikanischen Bibliotheken gehört in einem halben Jahr auch das Twitter-Archiv, mit jeder einzelnen Twitter-Meldung. Seit der Gründung des Microblogging-Dienstes im März 2006 sind mehrere Milliarden Nachrichten zusammengekommen. Derzeit kommen täglich allein 50 Millionen neue hinzu.
Infos aus dem Netz zu speichern ist für die Kongressbibliothek nichts Neues. Bereits seit dem Jahr 2000 sammelt sie Material aus dem Internet. Derzeit umfasst ihr Archiv 167 Terabyte an web-basierten Infos, darunter Blogs, Webseiten von Kandidaten für überregionale Ämter und Kongressmitgliedern. Das Twitter-Archiv soll in einem halben Jahr zu Unterrichts- und Forschungszwecken genutzt werden können.
Natürlich hat selbst die Kongress-Bibliothek diese Meldung getwittert. Twitter hat auf seiner derzeit stattfindenden Twitter-Entwicklerkonferenz "Chirp" in San Francisco eine Mitteilung dazu gemacht. Auch Google ist dabei, sämtliche Tweets in seine Suchefunktionen zu integrieren.
Wenige Worte, große Wirkung
Beispiele der wichtigsten Tweets der letzten Jahre, die die Kongress-Bibliothek für ihrem Blog zusammengestellt hat:
Das erste Gezwitscher, das jemals gesendet wurde, stammt von Twitter-Mitbegründer Jack Dorsey: "Habe gerade mein Twitter errichtet."
Präsident Obamas Tweet nachdem er die Wahl 2008 gewonnen hat: "Wir haben gerade Geschichte geschrieben. All das geschah dank Eurer Zeit, Eures Talents und Einsatzes. All das verdanke ich Euch. Danke."
Sowie zwei Tweets des Journalisten James Buck, der in Ägypten festgenommen wurde und anschließend dank Twitter wieder freigelassen wurde: "Festgenommen" und "Frei".

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