Netzwerkspeicher: ReadyNAS Duo von Netgear im Test
Erste Praxiserfahrung:
Die Benutzeroberfläche von Netgear zeichnet sich durch vielseitiges und schnelles Arbeitsverhalten aus. Das Programm im Browser läuft flüssig, Änderungen werden direkt nach einem Klicken auf Übernehmen aktualisiert. Praktisch: Netgear bietet eine Passwort-Vergessen-Funktion für jeden der angemeldeten Nutzer. So ist es möglich, sich eine E-Mail mit den verloren gegangenen Daten schicken zu lassen. Damit einher geht die Funktion, sich Fehlermeldungen direkt per Mail schicken zu lassen. Netgear bietet diesen Service kostenlos an.
Leider kristallisierte sich während des Testes heraus, dass das Gerät nicht als Datenträger in der Windows-Netzwerkumgebung erschien. Zwar konnte man den Zugriff über das Programm RAIDar einwandfrei kompensieren, ärgerlich ist es trotzdem. Noch ärgerlicher ist, dass die hinzufügbaren Festplatten von Netgear autorisiert sein müssen. Das heißt zum Beispiel, dass unsere 250 Gigabyte Testplatte von Samsung garnicht erst erkannt wird. Generell segnet der Hersteller die gesamte Speicherpalette von Seagate ab. Ein Link mit kompatiblen Festplatten finden Sie am Ende des Testberichtes.
Die Timerfunktionen für automatische Ein- und Ausschalten haben hervorragend geklappt. Im ausgeschalteten Zustand verbraucht der Netzwerkspeicher dann zwischen null und einem Watt. Mit einer Festplatte liegt die Leistungsaufnahme im Idle-Betrieb 9, mit zwei verbauten Festplatten 21 Watt. Das geht für den gebotenen Leistungsumfang in Ordnung, könnte aber gerade im sogenannten Ruhezustand etwas weniger sein. Angegeben sind laut Datenblatt 35 Watt im Normalzustand und zwei Festplatten. Wird mit der NAS gearbeitet, liegt der Verbrauch im Test, mit einer verbauten Festplatte, bei bis zu 20 Watt.
Hinsichtlich der Übertragungsraten fällt ein Urteil schwer, da jedes Netzwerk anders aufgebaut ist. Im Vergleich zu den ebenfalls getesteten Buffalo Geräten lässt sich aber sagen, dass Netgear ein wenig hinter her hinkt. Gleichzeitig haben die nur 256 Megabyte Arbeitsspeicher auf die Arbeitsgeschwindigkeit einen nicht geringen Einfluss. Die Abarbeitung der Downloads mit dem BitTorrent-Client könnte ebenso ein wenig flotter laufen. Diese Angaben sind natürlich von Nutzer zu Nutzer unterschiedlich.
Fazit
Käufer erhalten mit dem Netgear ReadyNAS Duo einen soliden Netzwerkspeicher mit allen gängigen Ausstattungsmerkmalen. Drei USB 2.0-Anschlüsse und ein zusätzlicher Festplatteneinschub runden das Gesamtpaket für 250 Euro ab. Über kleinere Makel wie dem zu lauten Lüfter und der etwas zu hohe Stromverbrauch lässt sich angesichts der gebotenen Möglichkeiten wie X-RAID, BitTorrent Client oder der Autosleep-Funktion leicht hinwegsehen.
Aufgrund des noch bis 27. Juni geltenden Aktionsangebotes von Netgear lohnt sich auch das genaue Nachrechnen vor dem Kauf. Erwirbt man beispielsweise nur das NAS-Gehäuse für 160 Euro bekommt man von Netgear eine 500-Gigabyte-Festplatte umsonst dazu. Ist das zu wenig Kapazität wäre eine Investition in die Western Digital Caviar Green nicht verkehrt. Diese kostet in der Ein-Terabyte-Variante rund 80 Euro. Unterm Strich landet der Käufer dann bei 240 Euro und ganzen 1,5 Terabyte Speicher. Dem gegenüber würde der Kauf des Netgear ReadyNAS Duo RND2150 500 Gigabyte, zum selben Preis, nur insgesamt einen Terabyte Kapazität bedeuten.
| Pro | Contra |
|---|---|
| + Preis / Leistung | - Lüfterlautstärke im Idle-Betrieb |
| + Einfache Installation und Bedienung | - zusätzliche Festplatte muss von Netgear freigegeben sein |
| + Festplattenwechsel im laufenden Betrieb | - 21 Watt Verbrauch im Idle-Modus (zwei Festplatten) |
| + Automatisches, zeitgesteuertes Ein- und Ausschalten | |
| + BitTorrent Client, DLNA | |
| + Diverse Sicherheitsfunktionen | |
| + Große helfende Community | |
| + Bis 27.06.2010 Kostenlose Festplatte dazu bestellen | |
+ Zwei Hot-Swap Festplatteneinschübe (bis zu vier Terabyte) | |
| + Addons hinzufügbar |
