Begehrter Journalismus-Preis geht erstmals an Internet-Medien

Pulitzer-Preis: Auszeichnung für Online-Medien

Pulitzer-Preis: Auszeichnung für Online-Medien Erstmals ging der Pulitzer-Preis in diesem Jahr auch an Online-Medien. Das Nachrichtenportal "ProPublica" erhielt den renommierten US-Journalistenpreis in der Kategorie "Enthüllungsjournalismus". Auch in einer weiteren Kategorie gewann eine Online-Publikation.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Recherchearbeit über mehr als zwei Jahre
  2. 2Preis für animierte Cartoons 
  3. 3Top-Auszeichnung für Bristol Herald Courier

Online-Medien gewinnen immer mehr an Bedeutung. Die renommierte Pulitzer-Journalisten-Schule an der Columbia Universität in New York hat der Relevanz des Internets jetzt Rechnung getragen.

So wurden in diesem Jahr zum ersten Mal Online-Publikationen mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. In der Kategorie "Enthüllungsjournalismus" erhielt das Non-Profit-Projekt ProPublica einen Preis für einen Bericht über Geschehnisse in ein Krankenhaus in New Orleans nach dem Wirbelsturm Katrina.

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Recherchearbeit über mehr als zwei Jahre

Aufgeschrieben hatte die Geschichte die Ärztin und Journalistin Shari Fink. Redaktionell arbeitete die Autorin von ProPublica mit der New York Times zusammen, die sich den Preis mit dem Non-Profit-Projekt teilt. Nach Angaben von ProPublica recherchierte Fink über zwei Jahre an der Geschichte.

Ihre Ergebnisse wurden auch von der New York Times im August 2009 veröffentlicht und sind auch jetzt noch auf ProPublica und den Online-Seiten der renommierten US-Zeitung abzurufen. ProPublica hat die Geschichte um multimediale Inhalte bereichtert, darunter eine interaktive Zeitachse und Grafiken zum Krankenhaus in New Orleans.

Preis für animierte Cartoons 

Die Jury des Pullitzer-Preise kürte noch ein zweites Online-Medium in diesem Jahr. So wurde der Karikaturist Mark Fiore für seine animierten Cartoons gewürdigt, die auf SFGate.com, der Webseite des San Francisco Chronicle, erscheinen.

Abräumer in diesem Jahr war aber eine Print-Publikation: Die US-Zeitung "Washington Post" konnte insgesamt vier Auszeichnungen mit nach Hause nehmen. Die Jury zeichnete die Arbeit des Blattes in den Kategorien Auslandsberichterstattung, Kommentare, Kulturkritik und Magazin aus. 

Top-Auszeichnung für Bristol Herald Courier

Der Pulitzer-Preis wurde erstmals 1917 vergeben und gilt als die höchste Auszeichnung im US-Journalismus. Insgesamt gibt es 21 Kategorien, in der die Jury einen Gewinner kürt. In 20 Kategorien erhält der Sieger 10.000 US-Dollar, umgerechnet rund 7.300 Euro Preisgeld und eine Urkunde. 

Nur in der Kategorie öffentlicher Service wird eine Goldmedaille verliehen. In diesem Jahr ging der Top-Preis an den Bristol Herald Courier aus dem US-Bundesstaat Virginia.

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