Mattes Display und Intel Atom N450
Sony Vaio M im Test: Das "erste" Sony-Netbook
Das Vaio M ist Sonys erster tragbarer Computer, der den Namen Netbook verdient. Die Vorgänger, Vaio P und Vaio X waren aufgrund der sehr hohen Preisvorstellungen nur einer erlesenen Käuferschicht vorbehalten. Nach einer regelrechten Verweigerung des Trends sieht sich nun also auch Sony dazu gezwungen ein eigenes Netbook für wenig Geld auf den Markt zu bringen.
Sony Vaio M: Das Vaio M ist Sonys erstes wirkliches Netbook. Ausgestattet ist das 10-Zoll-Netbook mit einem matten Display und der Intel Pinetrail-Plattform. Die Rechenleistung entspricht somit üblichen Netbookstandards. Zum Video: Sony Vaio M
Inhaltsverzeichnis
- 1Technik: Matter Bildschirm
- 2Akkulaufzeiten und Lautstärke
- 3Bedienung: Zwei Touchpadtasten
- 4Schnittstellen: Drei USB-Ports auf einer Seite
- 5Fazit: Gute Ansätze
Technik: Matter Bildschirm
Sony setzt auf ein mattes 10,1-Zoll-Display mit einer Auflösung von 1.024 x 600 Pixeln. Leider wirkt das Bild leicht verwaschen. Wie für Netbooks üblich ist ein Intel Atom N450 mit 1,66 Gigahertz verbaut. Sony hält sich auch sonst an die üblichen Netbook-Standards, die für eine Lizenz für Windows 7 Starter nötig sind. Die Festplatte ist auf ein Fassungsvermögen von 250 Gigabyte und der Arbeitsspeicher auf ein Gigabyte limitiert. Die Hardware lässt sich nur durch Entfernen des gesamten Unterbodens aufrüsten.
| Festplattengeschwindigkeit 250GB HDD (HD Tune) | |||
|---|---|---|---|
| Minimum | Maximum | Durchschnitt | Zugriffszeit |
| 34,5 MB/sek. | 74,3 MB/sek. | 57,6 MB/sek. | 18,6 ms |
Akkulaufzeiten und Lautstärke
Sowohl die Akkulaufzeit als auch die Lautstärke zählen nicht zu den Stärken des Vaio M. Nach nicht einmal vier Stunden wird der Bildschirm beim Tippen schwarz. Bei der Filmwiedergabe sind es gar nur etwas mehr als drei Stunden. Die Erklärung hierfür ist schnell gefunden: Es handelt sich zwar um einen Sechs-Zellen-Akku, dieser bietet allerdings nur eine Kapazität von 3.600 Milliampere. Nahezu alle anderen Hersteller verbauen einen Akku mit mindestens 4.400 Milliampere.
| Akkulaufzeit | ||
|---|---|---|
| Office | Film | |
| 230 min. | 190 min. | |
Gänzlich unerklärlich ist die Lautstärke des Lüfters. Trotz der sehr stromsparenden Hardware dreht der Lüfter nach dem Einschalten sofort hörbar auf, ohne im Betrieb jemals leise zu werden. Zudem wechselt der Lüfter die Drehzahl im Idle-Modus immer wieder. Man möchte meinen, der Lüfter dreht bereits mit maximaler Geschwindigkeit. Wird der Prozessor jedoch ausgelastet erhöht sich die Drehzahl und somit die Lautstärke nochmals erheblich.
| Lautstärke (30cm) | |
|---|---|
| idle | Last |
| 36,4 db | 43,3 db |
Bedienung: Zwei Touchpadtasten
Die Tastatur weist einen weichen Anschlag auf und bietet ein gutes Tastaturlayout. Sony nützt den Gehäuse-Platz nicht zur Gänze aus. An beiden Seiten bleibt etwa ein Zentimeter frei. Dieser Platz hätte für die etwas klein geratene linke Shift-Taste genutzt werden können oder für die Sonderzeichen rund um die Entertaste.
Eine Rarität bei Netbooks sind die beiden voneinander getrennten Touchpadtasten. Auch das Touchpad verfügt über eine angenehme Größe. Ein Druck auf eine der beiden Touchpadtasten offenbart aber auch hier ein Problem: Der Tastendruck dürfte für viele Nutzer zu hart ausfallen.
Schnittstellen: Drei USB-Ports auf einer Seite
Das Sony Vaio M verfügt über je einen LAN und VGA-Anschluss. Die drei USB-Ports befinden sich nebeneinander an der rechten Seite, eine Aufteilung wäre sinnvoll gewesen. Ebenfalls vorhanden ist ein Kartenleser und eine Webcam sowie zwei Soundanschlüsse. Die drahtlosen Verbindungen lassen sich per Schieber an der Front ein- und ausschalten. Zur Verfügung steht sowohl Bluetooth als auch WLAN samt N-Standard. Das Netbook wiegt 1,3 Kilogramm.
Fazit: Gute Ansätze
Der erste Versuch von Sony ein Netbook für die Masse zu produzieren ist trotz guter Ansätze gescheitert. Zu schwach ist der Akku, zu laut der Lüfter. Auch sonst leistet sich das Vaio M die ein oder andere Schwäche. Mit einem Preis von 350 Euro findet sich das Vaio M bei einem Preisvergleich am oberen Ende der Netbooks.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Netbook hier.

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