Kin One und Two kommen im Mai auf den Markt

Kin One, Kin Two: Microsoft betritt die Handy-Bühne

Viele Gerüchte haben sich als wahr herausgestellt, als Microsoft-Manager Robbie Bach am Montag-Abend, dem 12. April 2010, zwei Mobiltelefone vorstellte. Die auffällig gestalteten Handys mit den Namen Kin One und Kin Two richten sich vorwiegend an die jüngere Generation und setzen insbesondere auf soziale Netzwerke. Ab Mai sollen die Geräte in den USA erscheinen, deutsche Kunden müssen bis Herbst warten. 

Die beiden Mobiltelefone Kin One und Two sind Microsofts Beitrag zum Web 2.0 und speichern alle Daten in der Wolke
Die beiden Mobiltelefone Kin One und Two sind Microsofts Beitrag zum Web 2.0 und speichern alle Daten in der Wolke

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Windows 7 auf dem Smartphone
  2. 2Alle Daten in der Wolke
  3. 3Ab Mai in den USA

Microsoft ist zwar aufgrund zahlreicher Handy-Betriebssysteme kein unbeschriebenen Blatt im Mobilfunk-Bereich. Neu ist aber das Geschäft mit der Hardware. Zusammen mit dem japanischen Unternehmen Sharp entwickelte Microsoft die Hardware für Kin One und Kin Two. Dabei kommt das Kin One im handlichen, quadratischen Format - entfernt erinnert es an Palms Smartphone Pre. Es verfügt über einen Touchscreen und eine ausziehbare Slider-Tastatur. Auch eine Kamera mit einer Auflösung von fünf Megapixel ist im Kin One integriert.

Das Kin Two hingegen ist deutlich größer geraten und passt nicht mehr in jede Hosentasche. Es ist im Querformat gebaut und verfügt über eine wesentlich breitere Tastatur, welche das Schreiben vereinfachen soll. Im großen Modell ist eine acht Megapixel starke Kamera eingebaut. Ein LED-Blitz sorgt in beiden Mobiltelefonen für Licht in dunklen Aufnahmesituationen.

Windows 7 auf dem Smartphone

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Das Betriebssystem soll nach Angaben von Microsoft anders als erwartet nicht auf Windows Phone 7 basieren. Das Kin One und Two enthalte eine stark reduzierte Windows 7-Fassung, die insbesonders auf die Nutzung von sozialen Netzwerken zugeschnitten sei. Auch die bei Windows Phone 7 noch verstärkte Nutzung des Microsoft Flash-Ersatzes Silverlight sei entfallen.

Der "Loop" genannte Startbildschirm stellt im Überblick Nachrichten aus Facebook, MySpace, Twitter und Microsoft-Feeds zusammen. Diese können mit wenigen Fingertipps direkt kommentiert oder an Freunde via SMS, MMS oder E-Mail versendet werden. Schreibt der Kin-Besitzer eine Statusnachricht, erscheint diese in allen angemeldeten Netzwerken. Dabei sollen auch Bilder, Videos, Links und GPS-Daten mit den Texten verknüpft werden können.

Alle Daten in der Wolke

Zur Speicherung aller Daten und Anwendungen verlässt sich Microsoft auf webbasierte Dienste. Dies war bereits bei den Sidekick-Telefonen von T-Mobile und Sharp der Fall. Die Microsoft-Tochter "Danger", welche die Sidekick-Dienste in den USA bereitstellte, geriet bereits im Oktober 2009 in Bedrängnis, da sie bei einem Serverumzug Daten von zehntausenden Kunden verlor. Kritiker befürchten bereits zum jetzigen Zeitpunkt ähnliche Pannen bei Microsofts neuen Smartphones.

Mit einem Browser können Kin-Besitzer über die von Danger verwaltete Online-Anwendung "Kin Studio" auch mit dem PC oder Mac auf die Daten des Mobiltelefons zugreifen. Alle gespeicherten Kontakte, Texte, Mitteilungen und Fotos können Nutzer auf einer übersichtlichen Oberfläche verwalten, betrachten und bearbeiten.

Ab Mai in den USA

Weitere Einzelheiten wie etwa zum internen Speicher, dessen Erweiterbarkeit und über den verwendeten Prozessor gab Microsoft bislang noch nicht bekannt. Der Hersteller Sandisk warb allerdings bereits damit, dass seine Speichermedien mit den Geräten des Project Pink kompatibel wären. Project Pink ist der Codename der Kin-Mobiltelefone von Microsoft.

Sowohl Kin One als auch Kin Two sollen in den USA im Mai von Verizon subventioniert in die Läden kommen. In Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien übernimmt Vodafone die Vermarktung und möchte die beiden Telefone im Herbst veröffentlichen. Über den Preis ließ Microsoft noch nichts verlauten.

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Beiträgeinsgesamt 2 Beiträge

Ich finde die Handys super.Sie sind smart und pracktisch wenn sie auf den Markt in Deutschland kommen kaufe ich mir sovort eins.

So löblich der Grund sein mag (konsequente Touch-Bedienung), aber warum sollten Software-Hersteller jetzt für Windows Mobile 7 ihre Applikationen komplett neu entwickeln statt gleich auf iPhone ...

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