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LinkStation Mini im Test: NAS von Buffalo
Kleiner Netzwerkspeicher mit großer Kapazität

von Felix Grundel Uhr veröffentlicht

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Ab einem Preis von rund 160 Euro ist die von netzwelt getestete LinkStation Mini mit 500 Gigabyte zu bekommen. Wer schnellere Datenraten benötigt, hat die Möglichkeit zur SSD-Variante zu greifen. Mit mehr Speicherplatz kommt eine ein Terabyte HDD-Version daher. Allen Versionen gemein ist eine kompakte Bauform und das schlichte Design, welches sich in jedes Ambiente unauffällig eingliedern wird.

Mit der LinkStation Mini präsentiert Buffalo einen kleinen und kompakten Netzwerkspeicher in verschiedenen Festplattenausstattungen. Die HDD-Variante besteht aus jeweils zwei herkömmlichen SATA-Speichern, die wahlweise über insgesamt 500 oder 1.000 Gigabyte Platz verfügen. Durch das Fehlen eines Lüfters arbeiten diese Modelle bis auf das Lese- und Schreibgeräusch der 2,5-Zoll-Festplatten lautlos.

Ausstattung und Optik: Kleines Gerät, ganz groß

Beim Auspacken des 500 Gramm leichten Netzwerkspeichers überrascht die sehr geringe Größe. Mit nur 40 x 80 x 134 Millimetern ist das Gerät sehr klein und kompakt, bietet aber auf engstem Raum alles, was als Ergänzung eines Multimedia-Centers benötigt wird. An der Ober- und Unterseite und auch auf der Rückseite des schwarzen Kunststoffgehäuses sind Belüftungsschlitze angebracht. Vorne leuchtet ein blaues Linkstation-Logo neben einer grünen LED. Diese zeigt, ob das NAS-System eingeschaltet und an das Netzwerk angeschlossen ist.

Buffalo spendiert der LinkStation Mini zwei Festplatten zu jeweils 250 Gigabyte Speicher. Die kleinen 2,5-Zoll-Platten laufen ab Werk unter RAID 0. Der Betrieb unter RAID 1 ist natürlich ebenso möglich. Aufgrund der Spiegelung stehen dann aber nur noch 250 Gigabyte zur Verfügung. Auf der Rückseite befinden sich der Strom- und ein Gigabit-Ethernet-Anschluss, ein USB-Port für eine weitere Festplatte, sowie der sehr praktische Ein- und Aus-Schalter. Dieser bietet nicht nur die Funktionen On und Off, sondern auch einen Automatikmodus. Ist diese Option gewählt, schaltet sich die LinkStation automatisch in den Standby-Betrieb, sobald der letzte Computer mit der entsprechenden Software im Netzwerk heruntergefahren wurde.

Buffalo LinkStation Mini

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Mit nur 500 Gramm und 40 x 80 x 135 Millimeter gehört dieses NAS sicher zu den kleinsten seiner Art.

Zum weiteren Lieferungsumfang gehören ein Netzwerkkabel und das notwendige Stromkabel, samt externem Netzteil. Eine beigelegte CD mit der Software Link Navigator, als auch eine schriftlich Anleitung zur Schnellinstallation, lassen für den Erstbetrieb keine Wünsche offen. Zusätzlich unterstützt das Gerät die DLNA-Norm. Damit ist es möglich, auf netzwerkfähige Mediengeräte wie die Playstation 3 Medieninhalte zu streamen.

Installation: Auch für Netzwerk-Anfänger zu bewerkstelligen

Während der Installation im Netzwerk leistet sich die Buffalo LinkStation Mini keinen Fehltritt. Auch Netzwerk-Einsteiger werden über das auf CD mitgelieferte Tool Buffalo NAS Navigator 2 schnell zum Ziel kommen. Der einfach zu bedienende Setup-Assistent scannt automatisch das Netzwerk nach NAS-Laufwerken von Buffalo, die dann inklusive aller notwendigen Informationen wie zum Beispiel IP-Adresse oder Speicherplatz in der NAS-Navigator-Liste aufgeführt werden. Im übersichtlichen Webinterface kann der Anwender nun auf sämtliche Funktionen des Gerätes zugreifen.

Neben grundlegenden Netzwerkeinstellungen wie manuelle IP-Zuordnung, DNS oder DHCP verfügt die Benutzeroberfläche der LinkStation Mini über einen konfigurierbaren Webzugriff, diverse Multimedia-Features und Streaming-Dienste. Um auf das Gerät via Internet zuzugreifen, steht der Internet-Service buffalonas.com bereit. Netzwerk-Freigaben laufen über SMB, FTP sowie HTTP, HTTPS und AppleTalk. Hinsichtlich der Kontenverwaltung bietet Buffalo die Anmeldung von mehreren Nutzern mit Passwort und Beschreibung, sowie nachträgliche Einteilung in Gruppen.

Zusammenfassend gestaltet sich die Installation sehr simpel und schnell. Das Webinterface ist übersichtlich und bietet alle nötigen Funktionen. Leider zeigt sich, dass der Webzugriff auf das NAS etwas umständlich ist. Es lassen sich zwar eigene DNS-Konfigurationen nutzen, einfacher ist es, auf den Netzwerksspeicher über die Adresse http://buffalonas.com zuzugreifen.

Erste Praxiserfahrung: Lautlos und Unkompliziert

Die zwei kleinen Notebookfestplatten drehen mit 5.400 Umdrehungen pro Minute. Damit sind diese natürlich deutlich langsamer als die mit 7.200 Umdrehungen pro Minute rotierenden 3,5 Zoll SATA-Speicher. Gleichzeitig stehen nur acht Megabyte Cache zur Verfügung, was sich beim Up- und Download bemerkbar macht. Dennoch sind die Lese- und Schreibgeschwindigkeiten mit rund 40 Megabit pro Sekunde im Rahmen des Üblichen von NAS-Laufwerken dieser Klasse.

Nachdem auch der Internetzugriff konfiguriert ist, stellt das Senden und Empfangen von Daten außerhalb des Netzwerkes kein Problem mehr dar. Unter dem Link http://buffalonas.com einfach den Namen des Netzwerksspeicher eingeben und der Nutzer gelangt auf das dafür konfigurierte Webinterface. Auf den zugreifenden Clients ist die beiliegende Software nicht nötig. Negativ fällt jedoch auf, dass das Durchklicken sehr schwerfällig beziehungsweise stotternd ist. Selbiges fällt auch beim Zugriff vom eigenen Netzwerk auf.

Auch nach Stunden des Betriebs wird die LinkStation Mini nur handwarm. Positiv, da die fehlenden Lüfter eine geräuschlose Arbeit ermöglichen. Die Leistungsaufnahme liegt ohne angeschlossenes USB-Gerät bei rund 10 Watt, unter maximaler Last. Kein schlechter Wert, zumal sich das Gerät automatisch in den Standby-Modus schaltet sobald alle Rechner mit der installierten Software NAS Navigator heruntergefahren werden. Zusätzlich hat der Nutzer die Möglichkeit im Webinterface Abschaltzeiten selbst festzulegen oder den Netzwerksspeidher direkt herunter zu fahren. Diese durchaus sinnvollen Möglichkeiten bot unter anderem auch das ebenfalls von netzwelt getestete NAS Stora von Netgear.

Fazit

Buffalos NAS-Zwerg überzeugt. Die Optik und Funktionsvielfalt stimmen, sodass Multimedia-Fans und Admins gleichermaßen zufriedengestellt werden sollten. Aufgrund der zahlreichen Netzwerk-Freigaben lässt sich der Netzwerkspeicher auch in Linux- und Mac-Umgebungen einsetzen. Die Auswahl zwischen RAID 1 und 0-System sorgen für Datensicherheit und Speicherkomfort zugleich. Zusätzlich bietet Buffalo mit der DLNA-Unterstützung, dem iTunes-Medienserver und dem kostenlosen Datenzugriff aus dem Internet weitere nützliche Features.

Die im Test nur durchschnittliche Performance bei Lese- und Schreibrate wird durch den lautlosen Betrieb kompensiert. Die LinkStation von Buffalo ist somit gerade für ruhige Räume oder Arbeitsplätze geeignet. Verbesserungswürdig ist der etwas hacklige Zugriff auf das Webinterface. Für einen Marktpreis von 160 Euro für die 500 Gigabyte-Variante macht man bei der platzsparenden LinkStation Mini keinen Fehler.

ProContra
+ Preis / Leistung

- Festplatten fest installiert

+ Einfache Installation und Bedienung- umständliche Aktivierung des WebAccess
+ Geringe Leistungsaufnahme unter Last und Standby

+ Automatisches, zeitgesteuertes Ein- und Ausschalten
+ Platzsparend und Geräuschlos
 
+ Zwei Festplatten (Raid 0 und 1)
 
Kommentare zu diesem Artikel

Ab einem Preis von rund 160 Euro ist die von netzwelt getestete LinkStation Mini mit 500 Gigabyte zu bekommen. Wer schnellere Datenraten benötigt, hat die Möglichkeit zur SSD-Variante zu greifen. Mit mehr Speicherplatz kommt eine ein Terabyte HDD-Version daher. Allen Versionen gemein ist eine kompakte Bauform und das schlichte Design, welches sich in jedes Ambiente unauffällig eingliedern wird.

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  • klausH schrieb Uhr
    AW: LinkStation Mini im Test: NAS von Buffalo

    1. Einschaltvorgang ist lang und unregelmäßig, 2. Runterfahren geht manchmal überhaupt nicht (dann hilft nur Stromversorgung abziehen), 3. nach einigen Stunden Betrieb sehr starke Erhitzung. Dauerbetrieb praktisch unmöglich. Keine Aussage von Buffalo, wie lange das Spielzeug überhaupt eingeschaltet bleiben darf.
  • grunzer schrieb Uhr
    AW: LinkStation Mini im Test: NAS von Buffalo

    Der soll dann aber Infos weiter geben :D Für den Preis und dem Stromverbrauch ist das wirklich interessant...
  • pittiplatsch schrieb Uhr
    AW: LinkStation Mini im Test: NAS von Buffalo

    :schmunze: und der Artikel hat auch prompt das Interesse bei einem Kollegen geweckt - er wird sich den Speicherzwerg wohl demnächst zulegen :deal:
  • burnout150 schrieb Uhr
    AW: LinkStation Mini im Test: NAS von Buffalo

    Danke ist korrigiert.
  • grunzer schrieb Uhr
    AW: LinkStation Mini im Test: NAS von Buffalo

    Hallo, Buffalo spendiert der LinkStation Mini zwei Festplatten mit jeweils 250 Gigabyte Speicher. Die kleinen 2,5-Zoll-Platten laufen ab Werk unter RAID 0. Der Betrieb unter RAID 1 ist natürlich ebenso möglich. Aufgrund der Spiegelung stehen dann aber nur noch 500 Gigabyte zur Verfügung. Verstehe ich den Satz nicht richtig oder ist da ein kleiner Rechenfehler :confused: 2 x 250 GB = 500GB --> Raid 0 2 x 250 GB = 250GB --> Raid 1 Obwohls so wie im Text doch irgendwie cooler wäre ;) Schöne Grüße Grunzer

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LinkStation Mini im Test: NAS von Buffalo
LinkStation Mini im Test: NAS von Buffalo
Die Buffalo LinkStation gehört zu den kleinsten Vertretern der Netzwerkspeicher. Mit einer Breite von vier und einer Länge von rund 13 Zentimetern bietet das Gerät einen LAN- und USB-Anschluss sowie bis zu einem Terabyte Speicher.
http://www.netzwelt.de/news/82413-linkstation-mini-test-nas-buffalo.html
2010-04-15 10:47:44
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2010/motorola847.jpg
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