Navigon D-A-CH Version aus dem AppStore entfernt

"Schuld liegt bei Apple": Navigon D-A-CH Version aus dem AppStore entfernt

"Schuld liegt bei Apple": Navigon D-A-CH Version aus dem AppStore entfernt Viele Beschwerden hagelte es auf den Facebook-Seiten des Kartenherstellers Navigon, als die beliebte D-A-CH-Version des Navigations-App für das iPhone nach der Veröffentlichung der neuen kostenlosen "Navigon select Telekom Edition" aus dem AppStore entfernt wurde.

So haben viele iPhone-Nutzer bereits für etwa 70 Euro die Navigations-Lösung plus eventuellen Zusatzpaketen wie "LiveTraffic" erworben und erhalten nun keine neuen Updates mehr. Dabei ist das derzeitige Navigon D-A-CH 1.4.0 bereits veraltet: Die Europa-Version wurde mit der Version 1.5.0 bereits um einige Funktionen wie etwa den personalisierten "MyRoutes" erweitert.

Apple trägt Schuld

Die Schuld für die Löschung sieht Navigon eindeutig bei Apple: "Apple lässt die Bereitstellung zweier gleichwertiger Versionen eines Programms im AppStore gemäß ihren Richtlinien nicht zu", sagt dazu Angela Obermaier, Pressesprecherin der Navigon AG auf Anfrage von netzwelt. "Die D-A-CH Version entspricht dem neuen Navigon select, sofern ein Großteil der zur Verfügung stehenden Zusatzpakete installiert wird. Unseren Kunden entsteht daraus der Nachteil, dass sie derzeit keine weiteren Updates mehr installieren können.

Navigon select: Kostenloses Navi-Programm für Kunden der Deutschen Telekom.
Navigon select: Kostenloses Navi-Programm für Kunden der Deutschen Telekom.
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Der Wechsel zur kostenlosen Select-Version kommt für viele Käufer gar nicht in Frage. Die Basis-Version enthält wesentlich weniger Funktionen als die bereits erworbene Version. So stellt das Programm das Kartenmaterial nur zweidimensional dar. Als Startpunkt einer Route dient ausschließlich das GPS-Signal. Auch der Fahrspurassistent sowie Geschwindigkeits- und Radarwarnungen sind in der kostenlosen Variante nicht enthalten.

Diese Funktionen stehen zwar in kostenpflichtigen Paketen bereit, würden aber den D-A-CH-Käufern neue Kosten verursachen. iPhone-Besitzer, die nicht Kunden der Deutschen Telekom sind, bleiben zudem noch auf der veralteten D-A-CH-Version sitzen, da sie vom Navigon select-Angebot ausgeschlossen sind.

"Wir sind uns des Umstands bewusst und verstehen die Verärgerung unserer Kunden", so Angela Obermaier gegenüber netzwelt. "Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung. Leider setzt uns Apple in der technischen Umsetzung einige Grenzen. So ist beispielsweise aus technischen Gründen ein Update auf Navigon Europa für unsere Kunden derzeit nicht möglich."

Noch keine Lösung in Sicht

Zur Frage, wie die Lösungsansätze des Unternehmens aussehen, hält sich Navigon bedeckt: "Wir sind in intensiven Gesprächen mit Apple Europa, um so schnell wie möglich eine Lösung des Problems zu finden." Die verärgerten Kunden wissen hingegen sehr genau was sie wollen. Auf den Facebook-Seiten der Navigon AG und Navigon select schlagen Sie gleich mehrere Lösungen vor.

So könnte Navigon Apple zur Wiederaufnahme der D-A-CH-Version auffordern. Auch ein Update auf die Europa-Version des Navigations-Apps gegen Aufpreis wird gefordert, wenn dies auch nicht technisch umsetzbar ist. Einige Nutzer schlagen zudem die Rückzahlung der Kosten für die D-A-CH-Version über einen iTunes-Gutschein vor. So können die Nutzer selbst entscheiden, ob sie zu einer anderen Version wechseln.

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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: iOS App, Apple iPhone, App und Apple iOS.

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Beiträgeinsgesamt 7 Beiträge

"zwei gleichwertige Versionen": Bei vielen Zwillings-Apps im App-Store besteht der Unterschied zwischen den zwei Versionen auch ausschließlich darin, dass es in der Gratis-Version ein kleines Werbebanner in der App...

Ob in diesem Fall die Schuld bei Apple liegt oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Auf jeden Fall ist es ein grosses Risiko, eine Plattform zu verwenden, bei der man nicht selbst entscheiden darf, welche Software man...

Ich bin nicht persönlich betroffen, aber ich finde die Geschichte ein absolutes Unding. Navigon hat ja auch noch schnell weiterhin die D-A-CH-App für 60 statt 90 Euro zum Kauf angeboten, anstatt sie...

Die Tatsache das sie Apple die schuld zuweisen ist ein Armutszeugnis ihres Unternehmens, das lediglich die Inkompetenz der verantwortliche Mitarbeiter Naviogons unterstreicht.

Ich sag’s gerne auch hier noch mal: Es gibt zig Gegenbeispiele im appstore, z. B. im Fall von kostenlosen “Lite”-Versionen gegenüber kostenpflichtigen Vollversionen. Außerdem unterscheiden...

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